[Rezension] Dear Martin | Nic Stone

Dear Martin

Titel: Dear Martin
Autorin: Nic Stone
Übersetzerin: Karsten Singelmann
Format: Hardcover
Preis: 17,99 €
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Rowohlt Rotfuchs
ISBN: 978-3-499-21833-0
Bewertung: 5 Sterne

Inhalt

Justyce McAllister geht auf eine privilegierte High School, die ihm die beste Ausbildung ermöglicht. Er steht kurz vor seinem Abschluss, hat bereits die Zusage für Yale erhalten und freut sich auf seine wunderbare Zukunft. Als er eines abends seiner betrunkenen, Weißen,  Freundin helfen möchte, wird Justyce grundlos verhaftet. Sein einziges Verbrechen scheint zu sein, dass er Schwarz ist, denn der Polizist will seine Erklärungen nicht hören und nur mit einer Anwältin gelingt es, ihn wieder frei zu bekommen. Zum ersten Mal erlebt Justyce auf diese Weise Rassismus und für ihn ist es wie eine Art Erwachen. Er startet ein kleines Projekt für sich selbst und schreibt Briefe an Martin Luther King. Er möchte wie er werden. Den Kampf kämpfen aber keine Gewalt anwenden..

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[Rückblick] Lesemonat Juni 2020

Hallo ihr Lieben, 

es ist verrückt wie die Zeit vergeht und ich mittlerweile zu einer sehr guten Routine gefunden habe. Meine Tage sind weitestgehend gleich, ich stehe früh auf, arbeite für die Uni, lerne, lese, nebenher esse und schlafe ich noch… es hat ein klein wenig was von Eintönigkeit, denn ich habe wirklich Schwierigkeiten mir Wochentage zu merken. Es verschwimmt alles sehr… durch die Terrasse meines Freundes kann ich aber zur Zeit den Großteil meiner Arbeit draußen erledigen, was wirklich toll ist. Wie es mit der Uni im kommenden Semester weitergehen wird (eigentlich stünde mein Praxissemester an) ist noch offen.. ich hoffe auf eine gute Lösung, muss aber weiterhin abwarten. Wie ist es bei euch so? Seid ihr weitgehend zur Normalität zurückgekehrt oder sind die Auswirkungen von Covid-19 bei euch auch noch präsent?
Um euch aber jetzt auch etwas eher erfreuliches zu berichten, lasst uns über meine gelesenen Bücher im Juni 2020 sprechen.

Lesemonat Juni

Im Juni habe ich 7 Bücher gelesen. Insgesamt macht das 2.485 Seiten, das sind ca. 83 Seiten pro Tag. Meine Durchschnittsbewertung liegt bei 3,8 Sternen. Tatsächlich habe ich gleich drei Bücher mit 5 Sternen bewertet.

Durch die Black Lives Matter Bewegung, die in letzter Zeit wieder viel Aufmerksamkeit Exit Racismbekommen hat, habe ich mich im Juni wieder vermehrt mit dem Themas Rassismus beschäftigt. Letztes Jahr habe ich „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ von Reni Eddo-Lodge gelesen. An diese Lektüre wollte ich mit „Exit Racism“ von Tupoka Ogette anknüpfen. Sie ist eine Schwarze deutsche Frau, die uns mit ihrem Buch aus Happyland herausführt. Es gibt für uns Weiße noch so unglaublich viel zu lernen und Tupoka Ogette gibt mit ihrem Buch wichtige Hinweise, um endlich zu lernen rassismuskritisch zu denken. Es ist wichtig, sich damit auseinandersetzen, denn wir alle sind rassistisch sozialisiert worden und nun müssen wir uns damit auseinandersetzen, die Rassismen identifizieren und nach und nach abbauen. Mit „Exit Racism“ hat man ein wunderbares Buch für den Einstieg in dieses Thema. Tupoka Ogette stellt Hilfestellungen, Denkanstöße und weiterführendes Material bereit, um uns weiterzubilden. Um uns Weißen zu zeigen, wohin unsere Reise gehen sollte, wenn wir uns wirklich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen wollen. Ich habe das Buch bisher nur als Hörbuch gehört (es ist ungekürzt und kostenlos bei Spotify zu hören), möchte es mir aber unbedingt noch ins Regal holen, weil es ganz sicher nicht ausreicht, das Buch einmal zu lesen. Ich muss es immer wieder zur Hand nehmen und kann es euch wirklich nur ans Herz legen! Meine Rezension könnt ihr hier lesen.

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[Rezension] Die Mutter der Königin | Philippa Gregory

Die Mutter der Königin

Titel: Die Mutter der Königin
(The Cousins‘ War #3; The Plantagenet and Tudor Novels #1)
Autorin: Philippa Gregory
Übersetzerin: Astrid Becker & Elvira Willems
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Seitenzahl: 672 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 978-3-499-25673-8
Bewertung: 5 Sterne

Inhalt

Jacquetta von Luxemburg wird nachgesagt, sie sei so rein, dass sie ein Einhorn fangen könnte. Und deshalb sieht sie ihrer Vermählung mit dem mächtigen Duke of Bedford, einem der engsten Berater König Henrys VI. mit Furcht entgegen. Und eigentlich gehört das Herz der jungen Frau Bedfords Junker Richard Woodville. Als der ungeliebte Gemahl plötzlich stirbt, schließen die beiden heimlich den Bund der Ehe, eine beispiellose Überschreitung der Standesgrenzen.
Als der junge König Marguerite d’Anjou zur Frau nimmt, steigt Jacquetta zur engsten Vertrauten der neuen Königin auf und muss an den Hof. Dieser wird von Intrigen und Missgunst beherrscht, doch davon lässt sie sich nicht beirren. Mit unerschütterlicher Loyalität kämpft sie für das Herrscherpaar und letztlich auch für ihre älteste Tochter Elizabeth, denn für sie, sieht Jacquetta eine ruhmreiche Zukunft…

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[Rezension] Neon Birds | Marie Graßhoff

Neon Birds

Titel: Neon Birds (Neon Birds #1)
Autorin: Marie Graßhoff
Format: Taschenbuch
Preis: 15,00 €
Seitenzahl: 463 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-20000-9
Bewertung: 4 Sterne

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2101 und ein außer Kontrolle geratener technische Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. Supersoldaten, die von der Öffentlichkeit gefeiert werden, bekämpfen diese Wesen, welche in Sperrzonen zusammengepfercht sind. Doch irgendetwas stimmt nicht, denn die Mauern beginnen zu bröckeln. Nicht nur, dass ominöse Sekten KAMI als Maschinengott anbeten, nein, es wirkt fast so, als würde KAMI mittlerweile mit anderen Mitteln kämpfen. Der Kampf zwischen Menschlichkeit und Technologie wird immer unerbittlicher und vier junge Erwachsene versuchen irgendwie den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern.

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[Rückblick] Lesemonat April 2020

Hallo ihr Lieben! 

Der Monat April war, ähnlich wie der März, sehr lesereich bei mir. Durch die derzeitige Lage hat sich mein Semester nach hinten verschoben und ich konnte den April fast komplett zum Lesen ausnutzen, denn arbeiten war leider auch nicht angesagt.. Ich hatte also wieder massig Zeit Bücher zu lesen (und, was sonst, zu kaufen).

Lesemonat April 

Im April habe ich insgesamt 11 Bücher gelesen. Insgesamt macht das 5.312 Seiten, das sind ca. 177 Seiten pro Tag. Meine Durchschnittsbewertung liegt bei 3 Sternen, was zeigt, dass dieser Lesemonat wohl einer der „schlechtesten“ seit langem ist. Ihr werdet gleich sehen was ich meine.

VardoIm April habe ich als erstes „Vardø – Nach dem Sturm“ von Kiran Millwood Hargrave aus dem Diana Verlag gelesen. Die Geschichte war ein Rezensionsexemplar, welches ich recht spontan angefragt hatte. Ich wusste nicht genau, worauf ich mich wirklich einlasse und wurde sehr positiv überrascht. In diesem Buch geht es um das Dorf Vardø in Norwegen, welches 1617 von einem schrecklichen Sturm überrascht wird, bei dem alle Männer auf See ums Leben kommen. Die zurückgebliebenen Frauen müssen irgendwie versuchen den Verlust zu verarbeiten und gleichzeitig für sich selbst zu sorgen. Als zwei Jahre später Absalom Cornet mit seiner Ehefrau auf die Insel kommt möchte dieser die Ordnung wieder herstellen. Auf eine Weise, die keine der norwegischen Frauen hat kommen sehen. Vardø ist eine sehr ruhige Geschichte, die aber in ihrer Dringlichkeit und Botschaft nicht lauter hätte rufen können. Die Charaktere sind liebenswürdig, das Leben auf der Insel wird wirklich eindrücklich dargestellt und man lernt zu lieben, genau dort zu sein. Als Cornet auftaucht wird diese Idylle zerstört und die Dunkelheit dieser Zeit rückt deutlicher denn je in den Vordergrund. Ich war wütend, traurig, enttäuscht und habe am Ende der Geschichte doch eine Träne geweint. Das hier ist ein Buch, das durch seine dramatische Ruhe ebenso tödlich sein kann, wie die See. Eine klare Empfehlung meinerseits! Meine ausführliche Rezension dazu könnt ihr hier lesen.

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