[Rezension] Was weiße Menschen nicht über Rassimus hören wollen | Alice Hasters

Was weiße Menschen...

Titel: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten
Autorin: Alice Hasters
Format: Taschenbuch
Preis: 17,00 €
Seitenzahl: 208 Seiten
Verlag: Hanser Blau
ISBN: 978-3-446-26425-0
Bewertung: 5 Sterne

Inhalt

Alice Hasters erklärt in ihrem Buch, wieso Fragen wie „Darf ich mal deine Haare anfassen?“ oder „Wo kommst du her?“ zutiefst rassistische Fragen sind, auch wenn es vermutlich nicht so gemeint war. Sie zeigt auf, dass es weißen Menschen sehr schwer fällt dies zu erkennen aber dass es sehr wichtig ist, endlich zuzuhören. Sehr eindringlich beschreibt Hasters ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland und wie sehr der Rassismus darin Einzug hält. Schnell wird deutlich: das Rassismusproblem ist nicht nur am rechten Rand der Gesellschaft. Jeder sollte sich mit dem eigenen Rassismus auseinandersetzen, es ist schmerzhaft, aber die einzige Möglichkeit, ihn zu überwinden.

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[Rezension] Dear Martin | Nic Stone

Dear Martin

Titel: Dear Martin
Autorin: Nic Stone
Übersetzerin: Karsten Singelmann
Format: Hardcover
Preis: 17,99 €
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Rowohlt Rotfuchs
ISBN: 978-3-499-21833-0
Bewertung: 5 Sterne

Inhalt

Justyce McAllister geht auf eine privilegierte High School, die ihm die beste Ausbildung ermöglicht. Er steht kurz vor seinem Abschluss, hat bereits die Zusage für Yale erhalten und freut sich auf seine wunderbare Zukunft. Als er eines abends seiner betrunkenen, Weißen,  Freundin helfen möchte, wird Justyce grundlos verhaftet. Sein einziges Verbrechen scheint zu sein, dass er Schwarz ist, denn der Polizist will seine Erklärungen nicht hören und nur mit einer Anwältin gelingt es, ihn wieder frei zu bekommen. Zum ersten Mal erlebt Justyce auf diese Weise Rassismus und für ihn ist es wie eine Art Erwachen. Er startet ein kleines Projekt für sich selbst und schreibt Briefe an Martin Luther King. Er möchte wie er werden. Den Kampf kämpfen aber keine Gewalt anwenden..

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[Rückblick] Lesemonat Juni 2020

Hallo ihr Lieben, 

es ist verrückt wie die Zeit vergeht und ich mittlerweile zu einer sehr guten Routine gefunden habe. Meine Tage sind weitestgehend gleich, ich stehe früh auf, arbeite für die Uni, lerne, lese, nebenher esse und schlafe ich noch… es hat ein klein wenig was von Eintönigkeit, denn ich habe wirklich Schwierigkeiten mir Wochentage zu merken. Es verschwimmt alles sehr… durch die Terrasse meines Freundes kann ich aber zur Zeit den Großteil meiner Arbeit draußen erledigen, was wirklich toll ist. Wie es mit der Uni im kommenden Semester weitergehen wird (eigentlich stünde mein Praxissemester an) ist noch offen.. ich hoffe auf eine gute Lösung, muss aber weiterhin abwarten. Wie ist es bei euch so? Seid ihr weitgehend zur Normalität zurückgekehrt oder sind die Auswirkungen von Covid-19 bei euch auch noch präsent?
Um euch aber jetzt auch etwas eher erfreuliches zu berichten, lasst uns über meine gelesenen Bücher im Juni 2020 sprechen.

Lesemonat Juni

Im Juni habe ich 7 Bücher gelesen. Insgesamt macht das 2.485 Seiten, das sind ca. 83 Seiten pro Tag. Meine Durchschnittsbewertung liegt bei 3,8 Sternen. Tatsächlich habe ich gleich drei Bücher mit 5 Sternen bewertet.

Durch die Black Lives Matter Bewegung, die in letzter Zeit wieder viel Aufmerksamkeit Exit Racismbekommen hat, habe ich mich im Juni wieder vermehrt mit dem Themas Rassismus beschäftigt. Letztes Jahr habe ich „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ von Reni Eddo-Lodge gelesen. An diese Lektüre wollte ich mit „Exit Racism“ von Tupoka Ogette anknüpfen. Sie ist eine Schwarze deutsche Frau, die uns mit ihrem Buch aus Happyland herausführt. Es gibt für uns Weiße noch so unglaublich viel zu lernen und Tupoka Ogette gibt mit ihrem Buch wichtige Hinweise, um endlich zu lernen rassismuskritisch zu denken. Es ist wichtig, sich damit auseinandersetzen, denn wir alle sind rassistisch sozialisiert worden und nun müssen wir uns damit auseinandersetzen, die Rassismen identifizieren und nach und nach abbauen. Mit „Exit Racism“ hat man ein wunderbares Buch für den Einstieg in dieses Thema. Tupoka Ogette stellt Hilfestellungen, Denkanstöße und weiterführendes Material bereit, um uns weiterzubilden. Um uns Weißen zu zeigen, wohin unsere Reise gehen sollte, wenn wir uns wirklich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen wollen. Ich habe das Buch bisher nur als Hörbuch gehört (es ist ungekürzt und kostenlos bei Spotify zu hören), möchte es mir aber unbedingt noch ins Regal holen, weil es ganz sicher nicht ausreicht, das Buch einmal zu lesen. Ich muss es immer wieder zur Hand nehmen und kann es euch wirklich nur ans Herz legen! Meine Rezension könnt ihr hier lesen.

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[Rückblick] Lesemonat Mai 2020

Hallo ihr Lieben

Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass ich im Mai ähnlich viele Bücher lesen würde, wie in den letzten beiden Monaten. Trotz der Uni, die wieder regelmäßig stattfindet, habe ich es irgendwie geschafft einiges zu lesen. Das macht mich sehr froh. An diesem Beitrag schreibe ich mittlerweile das vierte oder fünfte Mal, weil ich es zeitlich einfach nicht schaffe den Lesemonat komplett zu schreiben. Aber jetzt nehme ich mir einfach die Zeit, sonst lohnt es sich wirklich nicht mehr.

Lesemonat Mai

Im Mai habe ich 7 Bücher gelesen. Insgesamt macht das 3.328 Seiten, das sind ca. 107 Seiten pro Tag. Meine Durchschnittsbewertung liegt bei 3,4 Sternen, was zeigt, dass dieser Lesemonat im Vergleich zum April eine kleine Steigerung erlebt hat. Zumindest was die Bewertung angeht.

Mein Lesemonat begann mit einer recht großen Enttäuschung. Gemeinsam mit einer Cold StorageFreundin habe ich auf der Buchmesse im Oktober „Cold Storage – Es tötet“ von David Koepp gekauft und es nun im April gemeinsam mit ihr gelesen. Leider war das Buch nicht das, was ich mir gewünscht habe. Der Klappentext versprach einen unaufhaltsamen Pilz der in Vergessenheit geriet und ausbrechen kann. Damit wird die gesamte Weltbevölkerung bedroht. Was ich bekommen habe, war aber alles andere als das. Die Erzählweise des Autors hat mir nicht besonders gut gefallen. Gleichzeitig gab es keine Charaktere, die durchweg die Geschichte erzählten, sondern immer wieder wurde ein Charakter hinzugefügt, um die Geschichte weiter zu erzählen. Es hat sich einfach nicht so richtig gelesen, wie ein Buch, denn der Fokus wurde immer wieder verschoben. Dabei ging, in meinen Augen, die Spannung komplett verloren. Der Ausgang des Buches hat mich dann noch weniger überzeugt, weil die Gefahr, die so groß angeteasert wurde, letztlich überhaupt keine Auswirkungen hatte. Deshalb keine Empfehlung von mir. Meine ausführliche Rezension könnt ihr hier lesen.

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[Rezension] Die Mutter der Königin | Philippa Gregory

Die Mutter der Königin

Titel: Die Mutter der Königin
(The Cousins‘ War #3; The Plantagenet and Tudor Novels #1)
Autorin: Philippa Gregory
Übersetzerin: Astrid Becker & Elvira Willems
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Seitenzahl: 672 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 978-3-499-25673-8
Bewertung: 5 Sterne

Inhalt

Jacquetta von Luxemburg wird nachgesagt, sie sei so rein, dass sie ein Einhorn fangen könnte. Und deshalb sieht sie ihrer Vermählung mit dem mächtigen Duke of Bedford, einem der engsten Berater König Henrys VI. mit Furcht entgegen. Und eigentlich gehört das Herz der jungen Frau Bedfords Junker Richard Woodville. Als der ungeliebte Gemahl plötzlich stirbt, schließen die beiden heimlich den Bund der Ehe, eine beispiellose Überschreitung der Standesgrenzen.
Als der junge König Marguerite d’Anjou zur Frau nimmt, steigt Jacquetta zur engsten Vertrauten der neuen Königin auf und muss an den Hof. Dieser wird von Intrigen und Missgunst beherrscht, doch davon lässt sie sich nicht beirren. Mit unerschütterlicher Loyalität kämpft sie für das Herrscherpaar und letztlich auch für ihre älteste Tochter Elizabeth, denn für sie, sieht Jacquetta eine ruhmreiche Zukunft…

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