[Rezension] Der Weg der Highlanderin | Eva Fellner

Titel:Der Weg der Highlanderin
Autorin:Eva Fellner
Format:Taschenbuch
Preis:15,00 €
Seitenzahl:501 Seiten
Verlag:Aufbau Verlag
ISBN:978-3-7466-3830-0
Bewertung:3 Sterne

Rezensionsexemplar

Inhalt

Zwischen den Engländern und den Clans von Schottland tobt der unerbittliche Unabhängigkeitskrieg. Die Kriegerin und Assassinin Enja beschließt, für die Schotten zu kämpfen. An der Seite des Clanführers James Douglas. Doch der schottische König fällt am Tag einer großen Schlacht eine Entscheidung: als Frau soll sich Enja vom Kampfgeschehen fernhalten.
Als sie jedoch in den Reihen der Feinde ein Gesicht erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hatte, wird ihr klar: dies ist ihre einzige Chance.


Erst kürzlich habe ich den ersten Teil der Reihe gelesen und habe direkt nach dem zweiten Band gegriffen. Auch, weil der erste Band sehr offen endet und ich somit viel mehr Fragen im Kopf hatte, als Antworten.

In diesem Teil der Reihe ist sehr deutlich der Fokus viel mehr auf Enja als Protagonistin gesetzt. Auch die zuvor nur angedeutete Liebesgeschichte bekommt mehr Raum. Zum Teil aber dann doch etwas zu viel. Ich mag zwar auch kitschige Liebesgeschichten, das muss ich zugeben, aber in diesem Buch habe ich nicht damit gerechnet und es auch irgendwie nicht so wirklich gefühlt. Es war mir an einigen Stellen dann doch etwas viel.

Je mehr das Buch voranschreitet, umso deutlicher wird, wie Enja zu dieser eher kühlen Frau wurde, die fast schon abgestumpft an Kämpfen teilnimmt. Langsam gelang es mir, doch ein wenig Zugang zu ihr zu erlangen, auch wenn es noch immer nicht so emotional war, wie ich es mir gewünscht hätte. Obwohl es hier wirklich eine deutliche Steigerung gibt, denn ab und an zeigt Enja nun auch ihre verletzliche Seite. Alles in allem ist Enja eine sehr spannende Protagonistin, die ihrer Zeit weit voraus ist und mit den Klischee-Figuren in diesem Genre mehr als nur bricht. Für mich wäre ein bisschen weniger Heldentum aber auch in Ordnung gewesen.

Die Geschichte ist zu Anfang wieder in zwei Erzählstränge aufgeteilt. Wir sind am Anfang wieder in Schottland, bei der erwachsenen Enja und Jahre in der Vergangenheit in Syrien. Doch in diesem Teil werden die beiden Erzählstränge nun zusammengeführt und es wird endlich klar, wieso Enja überhaupt in Schottland gelandet ist. Dennoch ist es für mich auch in diesem Teil noch so, dass mir die Erzählweise etwas Probleme bereitet. Es wirkt weiterhin etwas überfüllt und manchmal auch etwas durcheinander, denn mir hat ab da definitiv ein roter Faden gefehlt. Ich wusste nicht wohin die Handlung sich wenden wird und wir trudeln von einer actionreichen Kampfszene in die nächste. Mir hat es irgendwie an Substanz gefehlt. Auch das Ende war nicht so hundert Prozent rund für mich, weil ein paar Punkte offen blieben, die mir etwas mehr Befriedigung verschafft hätten.
Dennoch muss ich sagen, dass Band 2 für mich in jedem Fall eine Steigerung im Vergleich zu Teil 1 war. Vor allem was die Entwicklung und Darstellung von Enja anging, konnte ich hier viel mehr für mich herausziehen und somit auch mehr mitfiebern, wie noch im ersten Teil.

Was die historischen Ereignisse anging wurden sie von der Autorin gekonnt in die Handlung eingeflochten, sind aber, wie schon im ersten Teil, an die Geschichte angepasst worden. Da spricht natürlich nichts dagegen, denn wir befinden uns immerhin in einem historischen Roman. Auch wenn ich die klassischen historischen Romane etwas lieber lese, so hat mir das Abenteuer von Enja mit diesem Abschluss doch gut gefallen. Ich habe mir von der Dilogie zwar durchaus etwas anderes erhofft, doch das Ende war passend und ich bin froh, dass ich in diese etwas andere Welt des schottischen Unabhängigkeitskrieges eingetaucht bin.

Fazit

Das Finale der Enja Dilogie konnte mich an vielen Stellen etwas besser abholen, als noch Teil 1. Enja ist zugänglicher, zeigt auch mal ihre Verletzlichkeit. Auf der anderen Seite war mir die Liebesgeschichte an einigen Stellen doch etwas zu präsent. Auch der teilweise fehlende rote Faden in der Handlung hat es mir manchmal schwer gemacht. Das Ende hingegen hat mich dann doch wieder eingefangen und ich kann die Dilogie zufrieden zurück in mein Regal stellen.

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