[Rückblick] Lesemonat März 2020

Hallo ihr Lieben! 

Da ich in diesen „Quarantäne“-Zeiten mehr Freizeit habe denn je, kommt mein Lesemonat März dieses Mal auch wirklich recht zeitnah. Eigentlich hätte ich die Semesterferien über in einer Schule gearbeitet. Das hat wegen des Corona Virus natürlich nicht lange geklappt und aus diesem Grund habe ich sehr viel Zeit gehabt. Nicht nur, um Bücher zu kaufen, sondern auch um welche zu lesen. Daher freue ich mich heute mit euch über meine gelesenen Bücher im März zu sprechen.

Lesemonat März

Im März habe ich insgesamt 7 Bücher gelesen. Davon war ein Kinderbuch dabei, welches ich nicht rezensiert habe. Insgesamt macht das 2.627 Seiten, das sind ca. 85 Seiten pro Tag. Meine Durchschnittsbewertung liegt bei 3,5 Sternen, was nicht ganz so gut ist wie in letzter Zeit aber trotzdem zeigt, dass ich tolle Bücher gelesen habe.

Die kleine HexeAls erstes habe ich ein Kinderbuch beendet, das ich als Kind geliebt und auch als Erwachsene noch immer liebe: „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Ich liebe dieses Kinderbuch, aus dem Oetinger Verlag. Es ist erfrischend, spannend und macht einfach Freude. Eigentlich hätte es als Projekt mit den 3. Klässlern der Schule, an der ich ursprünglich hätte arbeiten sollen, stattfinden sollen. Nun habe ich es leider ohne die Kinder zu Ende gelesen und hoffe aber, dass sie weiterhin viel Freude an der Geschichte der kleinen Hexe haben werden.

Dann kam eines meiner zwei Highlights aus dem Monat März: „Belmonte“ von Antonia BelmonteRiepp aus dem Piper Verlag. Dieses Buch erzählt eine deutsch-italienische Familiengeschichte, von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche und die bei mir eingeschlagen hat wie eine Bombe. Es wird die Geschichte dreier Frauen erzählt, welche über drei Generationen hinweg gelebt haben. Alles wird in Gang gesetzt, als Simonas Großmutter Franca stirbt und ihrer Enkelin ein Haus in Italien, in dem kleinen Dörfchen Belmonte, hinterlässt. Simona wusste bis dahin nicht einmal, dass es dieses Haus überhaupt gibt und weil sie gerade ihren Job als Landschaftsgärtnerin verloren hat entscheidet sie kurzerhand dorthin zu fahren. In Belmonte angekommen findet Simona Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die deren Lebensgeschichte darstellt. Gleichzeitig wird auch Teresas Leben näher geschildert, Francas Mutter und somit Simonas Urgroßmutter. Alle zwei bzw. drei Geschichten sind tragisch, dramatisch, berührend und mitreißend. Ich wollte von Anfang an wissen wie alles zusammenhängt und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es geht um Liebe, das Leben, die Gesellschaft, Familie und Zugehörigkeit. Gleichzeitig wird einem als Leser auch Italien irgendwie näher gebracht. Ich wollte nach dem Ende des Buches wirklich ganz dringend nach Italien reisen. Wer eine großartige Familiengeschichte lesen möchte, der sollte sich dringend Belmonte näher anschauen! Meine ausführliche Rezension könnt ihr hier lesen.

Die Geschichte der BaltimoresAnschließend habe ich das zweite Monatshighlight aus dem März gelesen und damit habe ich auch fast schon gerechnet. „Die Geschichte der Baltimores“ von Joël Dicker. Ich habe letzten Monat „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gelesen und geliebt. Es war klar, dass ich es nicht lange aushalten würde, den zweiten Roman des Autors zu lesen. Und ja, auch dieses Buch hat für mich absolut funktioniert. Es ist ebenfalls eine Familiengeschichte, die tragischer und dramatischer nicht sein könnte. Wer den ersten Roman von Joël Dicker gelesen hat, wird den Protagonisten des Buches sofort wiedererkennen: Marcus Goldman. Wir treffen den Jungautor erneut, dieses Mal jedoch erzählt er von seiner Familie, denn es gibt die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Er gehört selbst zu den Goldmans aus Montclair und als Kind war Marcus immer traurig, dass er nicht ständig in Baltimore sein konnte, denn dort leben seine beiden Cousins Hillel und Woody. Die beiden sind in Wirklichkeit zwar keine Brüder, denn Woody ist der Pflegesohn der Familie Goldman, doch das spielt keine Rolle, denn er gehört zur Familie wie Hillel oder Marcus selbst. Die drei sind im Sommer unzertrennlich, denn da besucht Marcus die „Baltimores“ immer. Dass die Beziehung der Cousins untereinander eine gefährliche Dynamik entwickelt, welche unweigerlich in einer Katastrophe endet, konnte damals niemand ahnen. Dieses Buch ist wieder perfekt inszeniert, großartig aufgebaut und spannend bis zum Ende. Ich war unglaublich traurig, bedrückt und fast schon verzweifelt, als ich am Ende angelangt war. Ich konnte eigentlich gar nicht glauben, was ich gerade gelesen habe und war gleichzeitig sehr froh, dass ich es getan habe. Diese Geschichte hat mich begeistert, gefangen genommen und von sich überzeugt. Wenn ihr Fans von Joël Dicker seid, dann lasst euch diese Geschichte nicht entgehen aber seid gewarnt: es ist hart. Sehr hart. Meine Rezension dazu könnt ihr hier lesen.

Dann kam das Thriller Lesewochenende von Loveylbooks, an dem ich tatsächlich alle Das Gerüchtdrei zugesendeten Bücher aus dem dtv Verlag gelesen habe. Als erstes war es „Das Gerücht“ von Lesley Kara, welches mich wirklich von sich überzeugen konnte. Eine junge Mutter zieht ihrem Sohn zuliebe in eine Kleinstadt in der nähe von London. Dort lebt auch ihre eigene Mutter und sie hofft, dass es ihrem Sohn dort besser gehen wird. Sie schnappt auf dem Schulhof das Gerücht auf, dass die Kindermörderin Sally McGowan in genau dieser Kleinstadt leben soll. Unbedacht erzählt sie in einer anderen Runde dieses Gerücht weiter und ahnt nicht, was sie damit auslöst. Es war ein sehr spannendes Buch, denn die Thematik ist irgendwie immer aktuell. Ich denke jeder von uns hat schon einmal ein Gerücht weitererzählt, ohne wirklich zu wissen, ob es stimmt oder nicht. Tagtäglich werden wir durch unterschiedliche Medien mit Gerüchten über irgendwelche Stars und Sternchen gefüttert. Gerüchte gehören irgendwie zu unserem Leben dazu und ein solch gefährliches Gerücht, kann eben unbekannte und schreckliche Folgen nach sich ziehen. Nicht nur, dass falsche Verdächtigungen das Leben von unschuldigen Menschen gefährden kann, das Gerücht könnte sich auch gegen einen selbst wenden. Und genau diese Thematik macht dieses Buch so spannend und aufregend. Die Geschichte gibt viel Raum für Spekulationen, wer nun hinter Sally McGowan stecken könnte und das Ende kommt dann trotzdem überraschend. Auch wenn mir der Schluss etwas zu dramatisch war, kann ich euch die Geschichte nur empfehlen. Die ausführliche Rezension zu diesem Buch könnt ihr hier lesen.

Wie viele willst du tötenAls nächstes habe ich mir an diesem Wochenende „Wie viele willst du töten“ von Joanna Schaffhausen vorgenommen. In diesem Thriller geht es um die Polizistin Ellery Hathaway, die immer zu ihrem Geburtstag eine Karte bekommt. Anschließend verschwindet eine Person aus ihrem Umfeld spurlos. Niemand aus ihrem Präsidium will die Zusammenhänge der Vermisstenfälle sehen, niemand will Ellery glauben. Allerdings weiß auch niemand, dass sie als Teenager die einzig Überlebende eines Serienmörders war. Genau diese Tatsache macht sie sich nun zu Nutze und ruft Reed Markham an, den FBI-Agenten, der sie damals aus den Fängen des Serienmörders rettete. Wird er ihr glauben? Die Ausgangslage klingt unwahrscheinlich spannend, doch die Umsetzung war nicht ganz so meins. Ellery als Protagonistin ist nicht einfach, denn sie ist sehr unnahbar und verschlossen. Sie öffnet sich dem Leser nur sehr wenig und man bekommt deshalb einfach kein klares Bild von ihr. Natürlich lässt sich dies auf ihre Vergangenheit zurückführen, dennoch hätte ich mir da etwas mehr Zugang gewünscht. Auch Markham ist nicht unbedingt der Sympathieträger und entspricht einfach dem FBI-Agenten Klischee schlechthin. Auch hier nimmt das Ende eine überdramatische Wendung, die gar nicht nötig gewesen wäre und macht diesen Thriller für mich eben nicht zu einem Highlight. Die Geschichte ist ab der Hälfte schon spannend aber es fehlt das Feuer. Meine ausführliche Rezension hierzu könnt ihr hier lesen.

Mein Monatsflop kam am Ende des Thrillerwochenendes mit „Gerecht ist nur der Tod“ Gerecht ist nur der Todvon Judith Bergmann. Das Buch wird als Kriminalroman verkauft, was es wohl auch ist. Für ein Thriller Wochenende war die Geschichte einfach nicht geeignet. Es geht darum, dass ein Kölner Unternehmer auf dem Weg zum Traualtar erschossen wird. Hauptkommissar Schellenberg und sein Team übernehmen den Fall und werden von der Psychologin und Journalistin Ina Reich begleitet, welche die Belastung der Kripomitglieder während der Ermittlung untersuchen soll. Ina ist schnell klar, dass sie nicht unbedingt Willkommen ist und genau das könnt ihr gefährlich werden, denn sie selbst hat ein Geheimnis, das nicht gelüftet werden sollte. Und genau damit fingen meine Probleme schon an. Die Ausgangslage klingt sehr gut, doch Ina als Protagonistin ist für mich schwer zu ertragen gewesen. Sie wirkt ganz und gar nicht vorbereitet auf das, was sie tun soll. Sie ist selbst kaum belastungsfähig, scheint Tablettenabhängig zu sein und wirkt so, als wäre sie am Rande einer Depression. Etwas in ihrer Vergangenheit scheint sie in ein tiefes Loch zu ziehen und die Arbeit mit den Polizisten hilft ihr nicht gerade dabei, sich zu fokussieren. Mir hat der Nervenkitzel und Spannungsaufbau einfach gefehlt und natürlich erklärt das Ende so einiges, was es für mich aber leider trotzdem nicht besser macht. Meine Rezension ist hier zu finden.

Die Frau ohne NamenAls letztes im März habe ich „Die Frau ohne Namen“ von Greer Hendricks und Sarah Pekkanen beendet. Auch dieses zweite Buch des Autorinnenduo konnte mich von sich überzeugen. Die Kosmetikerin Jess bekommt durch einen Zufall die Möglichkeit bei einer Studie teilzunehmen. Eigentlich rechnet sie damit einige Fragen zu beantworten, das Geld einzustreichen und nach Hause zu gehen. Doch sie scheint die Fragen auf ganz außergewöhnliche Weise zu beantworten, denn „Testperson 52“ erweckt das Interesse von Dr. Shields. Die Fragen an Jess werden immer persönlicher und Jess kann, je weiter die Studie fortschreitet, kaum mehr unterscheiden was in ihrem Leben real und was eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields ist. Langsam aber sicher wird ihr klar, dass sie in großer Gefahr schwebt, doch Jess weiß nicht, vor wem sie sich wirklich fürchten muss. „Die Frau ohne Namen“ war ein genialer Spannungsroman, mit tollen Twists, die zwar nicht komplett überraschend waren, mich aber dennoch abholten. Die Protagonistin Jess ist mutig, stark und sehr intelligent. Sie weiß sich zur Wehr zu setzen und macht eine tolle Entwicklung durch. Es war sehr aufregend den Handlungssträngen zu folgen und immer tiefer in die Geschichte einzutauchen. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen euch dieses Buch mal näher anzuschauen! Hier geht’s zu meiner ausführlichen Rezension.

Neuzugänge im März

Neu im Regal waren die oben bereits erwähnten Thriller von Lovelybooks „Das Gerücht„, „Wie viele willst du töten“ und „Gerecht ist nur der Tod„. Außerdem „Die Frau ohne Namen„. Außerdem „Verity“ von Colleen Hoover aus dem bold Verlag. Zu diesem Buch ist bereits meine Rezension online gegangen. Als Rezensionsexemplar habe ich „Tot bist du perfekt“ von JP Delaney zugeschickt bekommen, ein spannender Thriller, bei dem es vor allem um künstliche Intelligenzen geht. Die Rezension zu diesem Buch habe ich bereits geschrieben und sie kommt demnächst online. Ebenfalls als Rezensionsexemplar kam „Vardø“ von Kiran Millwood Hargrave bei mir an. Meine Rezension dazu ist bereits online, diese könnt ihr hier lesen. Ganz zu Anfang des Monats habe ich von Harlan Coben „Ich schweige für dich“ gekauft, welches als Mängelexemplar auslag. Auf diesen Thriller bin ich sehr gespannt, denn ich möchte die dazugehörige Serie unbedingt sehen. Außerdem habe ich gleich zwei Mal bei Arvelle bestellt (das Horten in Corona Zeiten hat bei mir eher etwas mit Büchern zu tun und weniger mit Toilettenpapier.. :D ) es kamen „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ von Joel Dicker bei mir an, ebenso wie „Die Herren der grünen Insel„, „Nevernight – Das Spiel“ und „Die Ermordung des Commendatore 1 und 2„. Die Auswahl könnte nicht unterschiedlicher sein und deshalb bin ich umso glücklicher. Und zuletzt kam durch einen Buchtausch kam auch noch „Ein wirklich erstaunliches Ding“ von Hank Green bei mir an. Ich muss gestehen, es sind etliche neue Bücher aber ich freue mich über jedes und habe auch einige schon gelesen.


Habt ihr vielleicht eines der Bücher schon gelesen, die neu in meinem Regal sind? Oder die ich eben im Lesemonat vorgestellt habe? Schreibt mir gerne in die Kommentare wie es euch gefallen hat oder was ihr sonst empfehlen könnt!

Ich hoffe ihr habt eine schöne Woche, bleibt gesund ihr Lieben!
Eure Anna

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