Die Trabbel-Drillinge – Heimweh Blues und heiße Schokolade | Anja Janotta

Die Trabbel-Drillinge

Titel: Die Trabbel-Drillinge – Heimweh Blues und heiße Schokolade (Die Trabbel-Drillinge #1)
Autor: Anja Janotta
Sprecher: Mia Diekow
Format: Ungekürztes Hörbuch
Preis: 12,99 €
Laufzeit: 4h 25min
Verlag: cbj audio
ISBN: 978-3-8371-4189-4
Bewertung: 2-Sterne

Inhalt

Die Wahrscheinlichkeit, dass es Mädchen wie Franka, Bella oder Vicky gibt, gilt bei 1:200 Millionen: die zwölfjährigen Mädchen sind eineiige Drillinge. Auch wenn sie sich zum verwechseln ähnlich sehen, so sind sie doch grundverschieden. Bella ist die Modebewusste, Vicky die absolut intelligente und Franka? Franka ist einfach nur nett.
Als Drillinge genießen sie einen gewissen Bekanntheitsgrad in Berlin und als ein neuer Artikel rund um die Trabbel-Drillinge erscheint können sie kaum mehr aus dem Haus. Mama Trablinburg schnappt sich kurzerhand ihre Drillinge und tritt das Erbe einer alten Villa auf dem Land an. Sie möchte sich einen Traum erfüllen und ein Bio-Hotel eröffnen. Für die Drillinge beginnt ein Albtraum: keine Shoppingmeile mehr, schlechtes WLAN und sie müssen zu dritt in einem Doppelbett schlafen? Da ist Trabbel hoch drei doch vorprogrammiert und schließlich bricht der größte Drillingsstreich aus, den sie jemals hatten.. kann Frankas Trostkakao da noch helfen?

Völlig überraschend lag dieses hübsche Hörbuch in meinem Briefkasten. Ich hatte keine Ahnung, dass die Geschichte veröffentlicht wurde und es war für mich eindeutig ein Schuss ins Blaue, als ich das Hörbuch eingelegt habe. Herzlichen Dank an den cbj Audio Verlag für das Rezensionsexemplar, ich habe mich sehr gefreut, dass an mich gedacht wurde.

Obwohl ich mich darüber gefreut habe, das Hörbuch zugeschickt bekommen zu haben, so bin ich direkt skeptisch geworden, als ich die Altersempfehlung „ab 10 Jahre“ gelesen habe. Eigentlich macht mir das meistens nichts aus, trotzdem war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich die Richtige bin, um dieses Buch zu lesen bzw. zu hören. Leider wurde meine Vermutung bestätigt.

Franka, Vicky und Bella sind Drillinge und als Drillinge genießen sie einen gewissen Bekanntheitsgrad. Jeder weiß wer sie sind, alle kennen sie und sie haben schon unzählige Interviews, kleiner Werbespots und Fotoshootings hinter sich gebracht. Sie haben einen Sonderstatus, egal wo. Und genau das nutzen sie für sich aus. Es spielt keine Rolle wie andere sich dabei fühlen und sie sehen es auch nicht ein sich anders zu verhalten.
Während Franka, die Erzählerin der Geschichte, so tut, als wäre sie nicht verwöhnt, sondern die „Nette“ habe ich sie als genauso empfunden, wie ihre Schwestern von ihr beschrieben werden: egoistisch, verwöhnt, eingebildet und rücksichtslos. Die drei merken vielleicht selbst nicht mehr, wie sie von außen auf andere wirken, doch es spielt für sie letztendlich keine Rolle, solange nur alles so läuft, wie sie es sich vorstellen.

Als die drei sich für ein Krisengespräch in ihrem Lieblingscafé treffen passiert das Unglaubliche: sie werden von einer Reporterin nach einem Interview gefragt und so forsch wie Bella ist, sagt sie augenblicklich zu. Nachdem das Einverständnis der Mutter eingeholt wurde legen auch Vicky und Franka los. Auch wenn der Erzählerin Franka schnell bewusst wird, dass heute ein denkbar schlechter Zeitpunkt ist, um ein Interview zu geben, schreitet sie nicht ein, sondern lässt es einfach so weiter laufen. Dass ihre Schwestern sich genau so verkaufen, wie sie nun einmal sind, merkt sie selbst gar nicht. Sie schiebt alles auf die Situation, in der sie gerade stecken, denn ihre Mutter will sie aufs Land verschleppen und ein Bio-Hotel eröffnen und genau das gilt es zu verhindern.

Es kommt wie es kommen muss: die Reporterin zerreißt die Drillinge in der Luft und ich habe innerlich applaudiert. Genau so, wie diese Frau die Mädchen beschreibt, sind sie mir vorgekommen. Ich bin überhaupt nicht mit ihnen zurecht gekommen. Natürlich sind sie erst 12 aber trotzdem benehmen sie sich einfach grauenvoll. Ich habe überhaupt nicht das Gefühl gehabt, dass sie eine Art von Erziehung genossen haben, denn sie tun einfach genau das, was sie wollen ohne Rücksicht auf Verluste. Nun kann dies alle Welt lesen und die Flucht aufs Land ist plötzlich gar nicht mehr so schrecklich.

Dort werden die Mädchen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn sie genießen weder in der Schule, noch bei den anderen Kindern einen Sonderstatus. Sie müssen ihre egoistischen Angewohnheiten ablegen, um dort zurecht zu kommen und genau das gelingt ihnen erst dann, als das Buch fast schon zu Ende ist und die Kacke ordentlich dampft. Die Probleme, die sie haben, waren für mich eigentlich sehr leicht zu lösen, denn manchmal ist es einfacher Erwachsene so etwas Regeln zu lassen. Aber nein, das geht natürlich nicht und deshalb wird mit seltsamen Spionage-Tricks versucht die „Gefahr“ zu bannen, was natürlich schief geht. Dass so etwas überhaupt möglich sein soll, durch Kinder verursacht, fand ich zum Kopfschütteln und hat mich einfach gar nicht überzeugen können. Ich bin nur noch genervt gewesen, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass das so abläuft. Auch das Ende hat mich überhaupt nicht zufriedengestellt, weil die Übeltäter einfach so „davon“ kommen. Nichts passiert. Was soll man denn daraus lernen, wenn man das Buch mit 10 oder 12 liest? Dass man alles machen kann, was man will, ohne dafür bestraft zu werden? Das hat mir einfach überhaupt nicht gepasst.

Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Sprecherin des Hörbuchs. Sie hat die Geschichte wirklich klasse vorgelesen, die Mädchen schön gesprochen und es wurde nicht langweilig. Ich habe ihr gern zugehört, ihre Stimme war sehr angenehm und ich kann mir gut vorstellen, noch weitere Hörbücher von ihr zu hören.

Fazit

Leider war diese Geschichte so gar nicht meins. Die Sprecherin hat ihre Arbeit wirklich gut gemacht, doch das Buch konnte mich überhaupt nicht begeistern. Ich bin weder mit den Charakteren klar gekommen, noch mit der Handlung an sich. Die Geschichte war einfach nichts für mich und das kann sehr gut an meinem Alter liegen, allerdings kann ich auch für jüngere Leser keine Empfehlung aussprechen.

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