Die Gerechte | Peter Swanson

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Titel: Die Gerechte
Autor: Peter Swanson
Übersetzer: Fred Kinzel
Format: Klappbroschur
Preis: 12,99 €
Seitenzahl: 417 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0359-9
Bewertung: 4-Sterne

Inhalt

Ted Severson wartet in London auf seinen Rückflug nach Boston, als ihn eine attraktive Frau in der Flughafenbar anspricht. Sie trinken etwas zusammen und Ted vertraut der völlig fremden Frau an, dass seine Frau ihn betrügt. Ihre Reaktion wirft ihn völlig aus der Bahn: sie bietet ihm an, ihm beim Mord an seiner Frau zu helfen.

Dieses Buch habe ich mir recht spontan bei medimops bestellt und als das Buch angekommen ist, habe ich direkt danach gegriffen. Ich hatte solche Lust auf einen Thriller, der kurzweilig ist und mich gut unterhält und hatte gehofft, dass dieses Buch etwas für mich ist. Die Geschichte hat eindeutig das gehalten, was sie versprochen hat.

Das Buch beginnt sehr ruhig mit Ted, der in der Flughafenbar einen Martini nach dem anderen kippt. Er ist mir nicht unbedingt sympathisch gewesen aber hat mir Leid getan. Er hat mehr Geld, als er in einem Leben ausgeben kann, eine wunderschöne Frau, die ihn offensichtlich nicht mehr liebt und weiß irgendwie nicht, wie er in seinem Leben weiterkommen soll. Als er auf die geheimnisvolle Lily trifft, verändern sich seine Perspektiven.
Vom Alkohol angetrieben, schüttet er ihr sein Herz aus und erzählt davon, dass er herausgefunden hat, dass seine Frau ihn betrügt. Als sie ihm dann vorschlägt, ihm beim Mord an seiner Frau zu helfen ist er zunächst perplex. Was möchte diese fremde Frau von ihm? Er weiß gar nicht auf was er sich einlässt, als er sich weiter mit ihr unterhält und plötzlich beginnt er diesen Gedanken weiterzudenken.. Dies ist die Perspektive, die Ted zu erzählen hat. Doch man liest auch aus Lilys Sicht.

Diese Erzählung fand ich sehr viel spannender und interessanter. Man beginnt mit Lily als junges Mädchen und erfährt wie sie aufgewachsen ist und welche Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter gemacht hat. Ihre Kindheit hat sie geprägt und sie ist zu der Frau geworden, die Ted in der Flughafenbar begegnet. Ich hatte stellenweise eine Gänsehaut, nachdem ich ihr Kapitel durchgelesen hatte und wollte meistens Teds Kapitel überspringen, um zu erfahren, wie es bei Lily weiter gegangen ist. Ich kann nicht weiter darauf eingehen, weil alles, was ich zu viel sage, könnte ein Spoiler sein. Ich mochte jedoch die Perspektive von der jungen Frau sehr viel lieber, weil es einfach düsterer und spannender war, als das, was Ted zu bieten hatte.

Ich muss sagen, dass ich eigentlich nur sehr schwer Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Weder Ted noch Lily waren wirkliche Sympathieträger. Lilys Handlungen und ihre Art konnte ich eigentlich nie komplett verstehen auch wenn ich sie als Charakter furchtbar interessant und spannend fand. Ted war für mich auch nicht wirklich greifbarer, obwohl ich gewisse Handlungsweisen von ihm sehr gut nachvollziehen konnte. Auch wenn ich keine richtige Verbindung zu den beiden aufbauen konnte, hat mich das in diesem Buch überhaupt nicht gestört.

Je mehr man in die Handlung eintaucht, desto skurriler wird das Ganze. Auch hier kann ich nicht weiter ins Detail gehen aber kann sagen, dass bei der Hälfte des Buches durch einen sehr gelungenen Twist ein völlig neuer Wind im Buch geweht hat. Es ist nicht so, dass ich damit gerechnet habe aber es war klar, dass etwas unerwartetes passieren muss. Dass es so gekommen ist, ist im Nachhinein deutlicher zu erkennen, als während des Lesens und das hat mir einfach super viel Spaß gemacht. Die Geschichte geht temporeich weiter und die Ereignisse überschlagen sich beinahe. Ich hätte es gerne viel schneller durchgelesen, wenn ich die Zeit dazu gehabt hätte, denn es hat mich richtig an die Seiten gefesselt. Gegen Ende wurde ein wenig die Bremse angezogen, was ich etwas schade fand. Überhaupt bin ich nicht sicher, was ich von dem Ende halten soll. Zum einen war es mir viel zu übertrieben, es passiert etwas, das nicht unbedingt nötig gewesen wäre und mir einfach einen Tick zu viel war. Der letzte Satz der Geschichte jedoch, hat mich wieder völlig in Begeisterung versetzt und ich habe das Buch mit einem Lächeln auf dem Gesicht zugeklappt.

Fazit

Ich war mir nicht sicher, ob das Buch mich wirklich begeistern kann und wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Es ist temporeich, mit einem tollen Twist in der Mitte und vor allem mit Lily gibt es eine unglaublich interessante Protagonistin. Die Geschichte ist ein klein wenig over the top und wer damit nicht zurecht kommt, sollte lieber die Finger davon weg lassen. Wen es nicht stört, wenn einige doch sehr skurrile Situationen aufeinandertreffen, der kann sich das Buch gerne einmal näher anschauen. Vor allem das Ende fand ich letztlich grandios.

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7 Gedanken zu “Die Gerechte | Peter Swanson

  1. Janna | KeJas-BlogBuch schreibt:

    Ich war nach dem Lesen hin- und hergerissen! Die Story und Idee ist toll und ich mag ruhigere Erzählperspektiven, aber irgendwas fehlte mir! Das Buch habe ich letzten Sommer gelesen und wenn ich jetzt schon nicht mehr weiß was mich störte oder mir gut gefiel, nun dann war das Buch leider nicht sehr einnehmend – fein, das dich die Geschichte abholen und einnehmen konnte! Ich werde weitere Bücher aus der Feder dennoch mal im Auge behalten!

    hab einen mukkeligen Samstag!

    Gefällt 1 Person

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