Illuminae |Amie Kaufman & Jay Kristoff

Illuminae_rezension

Inhalt

Kady hätte nicht gedacht, dass mit ihrem Freund Ezra Schluss zu machen, bald eines ihrer kleinsten Probleme sein würde. Denn weniger als einen Tag später wird ihr Heimatplanet Kerenza angegriffen und fast völlig zerstört. Gemeinsam mit ihrem Exfreund ist Kady dazu gezwungen zu fliehen. Mit viel Glück schaffen die beiden es, der Katastrophe zu entkommen. Kady landet auf dem Forschungsschiff Hypathia, Ezra auf dem Kriegsschiff Alexander.
Doch die Flucht ist längst nicht vorbei, denn die Kriegsschiffe der BeiTech Corporation sind noch lange nicht an ihrem Ziel. Ihr Plan, die Überlebenden zur Strecke zu bringen, nimmt langsam aber sicher eine tödliche Gestalt an.
Verzweifelt versuchen die drei übrigen Raumschiffe ihrem Feind zu entkommen, doch schnell wird klar, dass nicht alle Schiffe in Sicherheit gelangen werden…

Eine wahre Achterbahn der Gefühle!

Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, als ich über Twitter erfahren habe, dass „Illuminae“ für 10€ bei Amazon angeboten wurde. Viele Blogger haben sich sehr darüber gefreut und ich hatte die Nachricht mehr als einmal auf der Timeline. Also habe ich mir das Buch genauer angeschaut, mir die Bewertungen und Rezensionen angesehen und schon war es bestellt. Die Aufmachung hat mich neben den überwiegend positiven Meinungen dann doch sehr interessiert und ich kann sagen, dass es absolut kein Fehler war, das Buch zu kaufen.

„I had no idea how safe I was, because I’d never been unsafe.“ (S. 103)

Als ich angefangen habe zu lesen, wusste ich nicht direkt um was es in diesem Buch geht. Den Klappentext hatte ich längst vergessen und es dann auch nicht mehr nachgelesen. Es hat mir absolut nicht geschadet.
Was das Besondere an diesem Buch ist, ist natürlich der Aufbau. Wir erfahren alles, was es zu wissen gilt über Berichte, Mitschnitte von Gesprächen, Logbüchern des Raumschiffs, E-Mails, Datenbankeinträgen von AIDAN, ebenso wie Tagebucheinträgen. Es ist etwas völlig anderes ein Buch auf diese Weise zu lesen und ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher war, ob mir das gefallen wird. Doch bereits nach wenigen Seiten habe ich diese Sorgen komplett vergessen.

Die Handlung hat mich nach weniger als der Hälfte komplett in seinen Bann gezogen. Es ist unglaublich spannend Kady und Ezra auf ihrer Reise durch das Weltall zu begleiten.
Wir befinden uns fast ausschließlich im Weltraum und gerade diese Vorstellung hat mir ab und an eine Gänsehaut verschafft. Wer einen falschen Knopf bedient, einen falschen Schritt tut, kann direkt im ewigen Nichts des Universums landen. Das macht die gesamte Situation noch viel heikler, als es vielleicht auf der Erde der Fall wäre.
Gleichzeitig sind wir in der Zukunft, die Geschichte spielt im Jahr 2575 und nicht nur die Raumschiffe zeigen deutlich den Fortschritt dieser Gesellschaft, sondern auch der eigenständig denkende und handelnde Bordcomputer AIDAN. Nach und nach gewinnt diese künstliche Intelligenz immer mehr Handlungsraum und wird neben Kady und Ezra zu einem wichtigen Bestandteil der Geschichte.

Kady ist nicht nur intelligent, sondern auch unfassbar mutig und dickköpfig. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann möchte sie dies auch umsetzen. Sie ist für ihr Alter sehr stark und in meinen Augen auch reif, was vielleicht auch durch die traumatischen Ereignisse auf Kerenza bedingt ist. Kady musste von einer auf die nächste Minute erwachsen werden. Ohne irgendwelche Menschen, die ihr vertraut waren muss sie auf einem Raumschiff bestehen, das noch immer nicht aus der Gefahrenzone gelangt ist. Trotzdem verliert sie nie komplett den Mut und kämpft für ihre Zukunft.

Anders wie Kady ist Ezra eher noch ein Junge geblieben, auch wenn er dieselben traumatischen Erlebnisse hatte wie sie. Er verarbeitet das alles ganz anders und durchläuft auf dem Raumschiff Alexander eine Ausbildung als Pilot. Ezra lernt Kampfshuttles zu fliegen und sein Raumschiff zu beschützen. Er ist ebenso mutig, stark und entschlossen wie Kady, denn auch er hat ein Ziel im Blick: seine Zukunft. Egal was er dafür auf sich nehmen muss.

„He presses his triggers. And like roses in his hands, death blooms.“ (S. 275)

Bis über die Hälfte hinweg hatte ich beim Lesen jedoch einige Schwierigkeiten die Distanz zu den Protagonisten zu überwinden. Durch die vielen einzelnen Schnipsel, die man zusammensetzen muss, um das Gesamtkonstrukt zu verstehen, habe ich oft die Charaktere vergessen und keine richtige Beziehung zu ihnen aufgebaut. Erst nach und nach ist mir dies gelungen. Ab diesem Moment haben die Protagonisten es mir aber sehr leicht gemacht, mich in ihre Gedankenwelt hineinzuversetzen und ihre Handlungen zu verstehen.

Trotz diesen kleineren Schwierigkeiten hat alles, was in der Geschichte passiert, auf mich authentisch und gut durchdacht gewirkt.
Das Buch lebt aber nicht nur durch seine Spannung und der Action, die sehr im Vordergrund steht. Sondern auch durch viele stellen, die mit Humor aufgelockert werden oder der einen oder anderen kurzen Andeutung von Freundschaften oder Liebesgeschichten. Illuminae ist ein Buch, das alle Facetten abdecken kann.

Fazit

Neben einer sehr gut durchdachten Handlung und Charakteren, die mutig und stark sind, bestechen die Autoren Kaufman und Kristoff vor allem mit dem besonderen Aufbau des Science-Fiction Buches. Es ist ein völlig neues Leseelebnis, das nach kurzen Anfangsschwierigkeiten eine wahre Achterbahn der Gefühle darstellt. Die Geschichte bietet nicht nur blutige Actionsszenen, sondern auch tiefgründigere Gedanken einer künstlichen Intelligenz und momenten der Freundschaft und Liebe. Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich bereits darauf, Band 2 zu lesen.

„You have me. Until the last sar in the galaxy dies. You have me.“ (S. 232)

Weitere Rezensionen

 

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