Das Bild aus meinem Traum | Antoine Laurain

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Inhalt

Der erfolgreiche Pariser Anwalt Maître Pierre-François Chaumont ist leidenschaftlicher Antiquitätensammler. Eine erfolgreich abgeschlossene Auktion macht ihn glücklicher wie kaum etwas im Leben. Als er ein Bild von einem Mann entdeckt, der ihm wie aus dem Gesicht geschniten ist, muss der Anwalt dieses Bild in seinen Besitz bringen. Nachdem er den neuen Schatz sein Eigen nennen kann, beginnt er sich auf die Suche nach der Herkunft des Bildes zu machen…

Etwas ganz anderes, als ich erwartet habe und dennoch irgendwie gut.

Hätte ich das riesige Buchpaket von Lovelybooks nicht gewonnen, wäre dieses Buch wohl kaum in mein Bücherregal eingezogen. Von außen recht unscheinbar und vom Preis ziemlich stattlich, hätte ich es bestimmt nicht einmal in die Hand genommen. Doch als es durch das Buchpaket bei mir gelandet ist und ich den Klappentext durchgelesen habe, hat es mein Interesse geweckt. Also habe ich es mir gegriffen und innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.

Schon zu Anfang hat dieses Buch eine Art Faszination auf mich ausgeübt. Der Erzählstil ist etwas ganz anderes, als ich sonst lese und der Protagonist ein etwas exzentrischer Anwalt, der einen Hang zu großen Sammlungen hat. Da Chaumont sehr erfolgreich ist, muss er auch nicht unbedingt auf sein Geld achten und kann munter mitsteigern, egal um was es sich handelt.
Als er das Gemälde entdeckt, welches ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist, gibt er eine sehr hohe Summe dafür aus, um es sein Eigen nennen zu können. Bald schon entwickelt er eine wahre Obsession, denn er möchte unbedingt wissen, woher dieses Bild kommt und wer darauf zu sehen ist.

Verständlicherweise versucht Chaumont zu klären, was es mit dem Gemälde auf sich hat, trotzdem habe ich gewisse Entscheidungen von ihm, nicht nachvollziehen können. Er wirkt sehr impulsiv und reagiert teilweise etwas überstürzt. Als Anwalt hätte ich mir strategischeres Vorgehen von Chaumont erwartet, schließlich muss er bei seiner Arbeit alle Daten und Fakten klären, bevor er irgendwelche Schritte unternimmt. Doch in Bezug auf das Bild scheint bei ihm irgendetwas schief zu laufen und er vergisst, was alles so auf dem Spiel stehen könnte.
Einen richtigen Zugang habe ich zu dem Protagonisten nicht gefunden. Ich konnte mich nur bis zu einem gewissen Grad in ihn hineinversetzen und es fiel mir etwas schwer zu akzeptieren, wie sich die Geschichte entwickelt.

Möglicherweise liegt es auch daran, dass meine Erwartungshaltung eine ganz andere war. Ich hatte mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt und mit dem letztlich recht schnellen und unbefriedigenden Ende blieb ich recht enttäuscht zurück. Das Buch hätte sehr viel mehr Potential gehabt, wenn es noch einige Seiten dicker gewesen wäre. Ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung rund um das Buch etwas ausführlicher beschrieben wird, denn diese Idee hat mich erst dazu gebracht das Buch zu lesen. Leider wurde dieser Handlungsstrang recht schnell abgehandelt und die Erklärung war mir persönlich einfach zu dünn.

Fazit

Trotz der Kritikpunkte an die Geschichte hatte ich meinen Spaß mit dem Buch. Es ist so ganz anders gewesen, als ich es mir vorgestellt habe und hatte deshalb in meinen Augen seine Schwächen. Allerdings ist mein Interesse an dem Autor geweckt worden, denn seine anderen beiden Werke klingen ebenso besonders und interessant. Mal sehen wann ich die Zeit dazu finde, diese Bücher zu lesen.

 

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