Das Feuerzeichen – Rebellion | Francesca Haig

Das Feuerzeichen - Rebellion von Francesca Haig

Titel: Das Feuerzeichen – Rebellion (Band 2)
Autor: Francesca Haig
Format: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99 €
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: Heyne fliegt Verlag
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rezension_worum es geht

Nachdem die Insel der Omegas überrannt und zerstört wurde, sind Cass, Piper und Zoe auf der Flucht vor den Alphas. Gemeinsam schlagen sie sich durch endlose Weiten, um sich dem Widerstand erneut anzuschließen und den grausamen Plan von Zach einhalt zu gebieten. Doch der Weg ist beschwerlich und als Cass hinter einen noch schrecklicheren Plan ihres Zwillingsbruders kommt, wird ihr klar, dass ihre gesamte Welt und alle Hoffnung auf Gerechtigkeit zunichte gemacht werden können, wenn sie ihn nicht aufhält.

rezension_was ich davon halte

Nachdem ich im Dezember letzten Jahres den ersten Teil „Das Feuerzeichen“ gelesen habe, war ich doch gespannt auf die Fortsetzung. Daher habe ich auch dieses Mal ein Rezensionsexemplar angefragt und danke dem Heyne fliegt Verlag und dem Bloggerportal für das zugesendete Buch.

Schon mit Band 1 hatte ich so meine Probleme und der zweite Teil ließ sich zwar locker und leicht lesen, trotzdem war auch hier die Handlung nicht das, was ich mir für die Geschichte gewünscht hätte.
Der Einstieg ist mir recht schwer gefallen. Cass ist gemeinsam mit den Zwillingen Zoe und Piper auf der Flucht vor den Alphas. Sie versuchen eine Zelle des Widerstands zu finden, um sich dem wieder anschließen zu können. Cass befindet sich eher in einer Art Dämmerzustand, anstatt irgendetwas bewirken zu wollen. Das junge Mädchen kann mit dem Verlust von Kip absolut nicht umgehen. Sie hat nicht nur mit seinem Tod zu kämpfen, sondern auch dem Bild, das die Beichtmutter ihr von ihm ins Gedächtnis gebrannt hat. Als einen rücksichtslosen Alpha, der sich nicht um seine Zwillingsschwester schert.
Cass kann nicht verarbeiten, was geschehen ist und steht neben sich. Entschlossenheit und Kampfgeist sieht in meinen Augen ganz anders aus.
Gleichzeitig badet sie in Selbstmitleid. Ihre Gedanken triefen nur von Selbstzweifeln und dem Schmerz der gesamten Welt. Ich habe nicht verstanden, wieso sie sich derart in diesen Gedanken gefangen gehalten hat. Wieso sie alles, was ihr auf dem Weg begegenet ist, auf ihre eigene Schultern aufgeladen hat. Als wäre sie persönlich an allem Schuld. An ihrem Bruder, an der Generalin oder dem Dompteur.
Der Wille etwas zu verändern scheint beinahe gänzlich verschwunden und weder Piper noch Zoe scheinen ihr helfen zu können.

Von den Charakteren ist Piper mir am liebsten gewesen. Er ist fürsorglich, ehrlich und hat den Mut und die Hoffnung, dass es möglich ist, etwas zu verändern. Er hält an Cass fest, obwohl viele sie längst umgebracht hätten und steht für sie ein. Während ihrer Visionen kümmert er sich um sie und versucht ihr zu helfen. Das habe ich sehr an ihm gemocht. Trotzdem hält er etliche Geheimnisse versteckt, genauso wie seine Zwillingsschwester. Die beiden sind, was Gespräche angeht, nur wenig offen und halten sich eher bedeckt. Sie versuchen ihre Vergangenheit beinahe gänzlich geheim zu halten und gerade das hat mich an ihnen interessiert und mich gleichzeitig genervt. Auf der einen Seite kümmern sie sich gut um Cass, auf der anderen Seite schließen sie sie aus und reden nur dann mit ihr über ihre Geheimnisse, wenn es nicht mehr anders geht. Das Vertrauen fehlt hier noch immer, obwohl die drei schon einiges durchstehen mussten.

Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und schleppend. Die Gedanken und Handlungen drehen sich über 200 Seiten lang einfach nur im Kreis. Ich habe mich zum Teil wirklich richtig gelangweilt und musste mich regelrecht zwingen an dem Buch dran zu bleiben, um es zu beenden. Bei 480 Seiten und einem zweiten Band kann man doch erwarten, dass die Geschichte früher an Fahrt aufnimmt. Doch das war ganz und gar nicht der Fall. Erst nach ca. 300 Seiten ging die Handlung überhaupt einmal weiter. Endlich ging es vorwärts und die Geschichte hat sich ein Stück weiterentwickelt. Was hätte die Autorin alles aus dem Buch machen können, wenn sie diese unnötigen Längen nicht eingebaut hätte? Der große Knall kommt gegen Ende, war jedoch weniger ein Knall, als eine Seifenblase die ganz langsam geplatzt ist. Es war nichts, was mich unbedingt vom Hocker gehauen hat.

rezension_fazit

Das Buch hat sich hauptsächlich im Kreis gedreht. Zum Fortgang der Geschichte haben lediglich die letzen 180 Seiten beigetragen. All das Potential das die Idee der Autorin bietet, scheint vergeudet. Sie macht einfach nichts aus der Geschichte. Die Charaktere sind nicht gerade sympathisch, die Handlung eher langweilig und doch bietet das Ende eine interessante Ausgangssituation für Band 3. Auch für dieses Buch gibt es 2,5 / 5 Sterne.

2,5 Sterne

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