Erebos | Ursula Poznanski

ErebosTitel: Erebos
Autor: Ursula Poznanski
Format: Broschierte Ausgabe
Preis: 9,95 €
Seitenzahl: 486 Seiten
Verlag: Loewe
Bei Amazon:
Broschierte Ausgabe: 9,95 €
Kindle Edition: 9,99 €

rezisNick Dunmore ist süchtig nach einem Spiel. Erebos. Es wird an seiner Schule von Hand zu Hand gereicht und die Regeln sind äußerst streng. Es darf nur alleine gespielt werden. Strengste Geheimhaltung. Nichts darf nach außen dringen. Und man hat nur eine einzige Chance, das Spiel zu spielen. Wer sich nicht an die Regeln hält oder seine Aufträge nicht erfüllt, fliegt raus und kann nicht mehr auf das Spiel zurückgreifen.
Das seltsame aber auch besonders faszinierende an Erebos ist, dass die Aufträge sich nicht auf die virtuelle Welt beschränken. Die Aufträge greifen in die wahre Welt ein. Fiktion und Realität verschwimmen ohne dass Nick es merkt. Und dann befielt das Spiel ihm, einen anderen Menschen zu töten…

rezisVon diesem Buch habe ich durchweg gute Kritiken gelesen und gehört. Der Klappentext hat mich angesprochen und als sich ein Tausch angeboten hat, habe ich zugegriffen und Erebos in meinen Besitz geholt.
Allerdings muss ich sagen, dass dieses Buch vielleicht doch nicht das Richtige für mich war.

Die Geschichte beginnt schon recht spannend und geheimnisvoll. Viele Jugendliche in Nicks Klasse scheinen ein Geheimnis zu teilen. Irgendetwas ist im Gange, von dem Nick noch nichts weiß und dessen Ausmaß er noch nicht verstehen kann. Doch eines ist klar: er möchte Teil davon sein. Er will dazu gehören. Mitreden können. Denn eigentlich gehört er eher zu den beliebteren Schülern an seiner Schule. Wieso also, hat er noch keine ominöse DVD zugesteckt bekommen?
Was könnte es sein? Musik? Ein verbotener Film? Irgendetwas geniales. Davon ist Nick überzeugt.
Lange müssen wir Leser nicht auf die Erlösung warten, denn eine Mitschülerin bietet Nick eine solche DVD an. Sie erklärt ihm die Regeln welche er bereitwillig einhalten möchte. Er denkt nur an eines: endlich kann er dazu gehören.
Zu Hause setzt er sich sofort an den Computer und entdeckt das Spiel Erebos. Es dauert nicht lange und Nick verfällt diesem Spiel. Er begeistert sich für all die genialen Bilder, die Funktionen und das Erleben. Alles fühlt sich so echt und wirklich an. Ganz anders wie alle anderen Computerspiele, die er bisher gespielt hat.

Und genau hier beginnen meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Die Perspektive wird sozusagen gewechselt und wir lesen aus der Sicht des Spielcharakters von Nick. Wir erleben, was er im Spiel erlebt und für mich, als jemand der über Sims 2 und Solitär niemals hinausgekommen ist, war das einfach nur langweilig. Ich konnte darin nichts spannendes finden, einen Spielcharakter durch seine Welt zu begleiten. Wie er irgendwelche Schlachten schlägt, gegen andere Spieler kämpft und und und. Es war mir zu langweilig. Nichts ist passiert.
Der erste Auftrag von Nick, der ihn in die Realität führt, war wieder spannend, doch da man als Leser keine Hintergrundinformationen bekommt tappen wir ebenso wie Nick im Dunkeln.
Diese Szenenwechseln zwischen Nick und seinem Charakter Sarius haben sich über 250 Seiten erstreckt und ich musste mich wirklich dazu zwingen, das Buch weiter zu lesen.

Außer Nick, lernen wir zwar noch einige Charaktere kennen, doch wir nähern uns nur ihm wirklich an. Er ist ein guter Schüler, möchte später Medizin studieren und strengt sich daher besonders an. Nick ist beliebt, hat gute Freunde und spielt im Basketball Team der Schule. Er ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen, auch wenn ich manche seiner Entscheidungen nicht komplett nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil ist toll und man kann sich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Nick möchte natürlich dazugehören. Und sehr schnell verliert er sich in diesem Spiel, wird süchtig ohne dass es ihm bewusst wird. Diese Gefahren von Computerspielen bringt die Autorin erschreckend genau auf dem Punkt. Die Jugendlichen merken gar nicht, wie sehr dieses Spiel in ihr Leben eingreift und wenn es ihnen bewusst wird, haben sie keine Chance mehr dem zu entkommen. Einmal angemeldet, haben sie keine andere Möglichkeit als sich an die strengen Regeln zu halten, denn die Konsequenzen möchte niemand tragen.
Die grundsätzliche Spannung im Buch ist vorhanden, doch es konnte mich einfach nicht fesseln.

Nachdem aber die 250 Seiten überschritten waren, nahm das Buch an fahrt auf und ich wurde endlich gepackt. Ab dem letzten Drittel war es für mich sehr schwer, mich von dem Buch zu lesen und ich wollte die Auflösung nun doch unbedingt wissen. Etwas in der Art hatte ich mir schon vorgestellt und trotzdem fand ich es sehr gut gewählt, erklärt und letztlich auch gelöst. Das Ende hat mich zufriedengestellt, doch die Langeweile vom Anfang konnte es nicht gänzlich wettmachen.

fazitDer Einstieg gelang mir leicht, doch bis es endlich zur Sache ging musste ich mich über 200 Seiten lang durch das Buch quälen. Das Ende war sehr spannend und hat mir super gefallen, trotzdem bin ich von der Hälfte des Buches weniger beeindruckt, was ich wirklich schade finde. Ich muss allerdings sagen, dass dieses Buch für Jugendliche, die gerne Computerspiele spielen sehr gut geeignet ist. Sie können sich wahrscheinlich viel besser in die Situation, in der Nick steckt, einfühlen als ich. Daher kann ich nur 3 / 5 Sterne vergeben.

3-Sterne

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6 Gedanken zu “Erebos | Ursula Poznanski

  1. An schreibt:

    Erebos habe ich vor ein paar Jahren gelesen und fand es richtig gut. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich dann auch von Ursula Poznanski „Saeculum“ gelesen, das ist auch toll! :)

    Gefällt mir

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