Vergiss nicht, dass wir uns lieben | Barbara Leciejewski

BarbaraLeciejewski_vergiss nicht dass wir uns lieben

Titel: Vergiss nicht, dass wir uns lieben
Autor: Barbara Leciejewski
Format: E-Book
Preis: 0,99 €
Seitenzahl: 216 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag
Bei Amazon:
Kindle Edition: 0,99 €
Taschenbuch: noch nicht verfügbar

rezis

Eine Frau erwacht mitten in einem Wald ohne jegliche Erinnerung. Sie weiß nicht wie sie dorthin gelangt ist und wer sie eigentlich ist. Sie kann sich an rein gar nichts erinnern.
Ein Mann erwacht in genau demselben Wald an einer anderen Stelle ebenfalls ohne Erinnerung auf. Auch er hat keine Ahnung wer er ist und wie er in diesen Wald gekommen ist.
Als beide hilflos durch den Wald irren und auf ein Haus stoßen hoffen sie auf Rettung, treffen jedoch aufeinander und stellen fest, dass sie dasselbe erlebt haben.

Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich zu einer wunderbaren Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die sich an nichts erinnern und frei von allem ein neues Leben nur für den Moment und füreinander leben.
Doch was geschieht, wenn das Rätsel um ihre Erinnerungen gelöst wird? Was passiert, wenn die Vergangenheit ihre Finger nach den beiden ausstreckt? Wird die Liebe stark genug sein?

rezis

Als die Autorin Barbara Leciejewski mir geschrieben hat, ob ich nicht Interesse daran hätte ihr Buch zu rezensieren musste ich nicht lange überlegen. Der Klappentext hat sich unheimlich interessant angehört. Ein Mann und eine Frau haben beide ihr Gedächtnis verloren und treffen in einem wunderschönen Häusschen aufeinander. Wie entwickelt sich das Ganze, was geschieht dort? Wieso haben sie beide ihre Erinnerungen verloren? All diese Fragen haben mich sofort beschäftigt und da konnte ich nicht widerstehen. Vielen Dank nochmal für das Rezensionsexemplar!

Die Geschichte beginnt damit, dass die beiden Protagonisten (meistens mit „Sie“ und „Er“ beschrieben) in einem Wald erwachen. Immer abwechselnd können wir als Leser die Perspektive der Charaktere lesen und so die Gefühle beider miterleben. Ich kann mir selbst nur schwer vorstellen, was ich tun würde, wenn ich in einem völlig fremden Wald erwachen würde und mich absolut an nichts erinnern könnte. Nicht einmal an den eigenen Namen. Das wäre aufjedenfall ein Grund richtig auszuflippen.
Die beiden Protagonisten sind auch zu anfangs nicht sehr ruhig. Sie wissen nicht, was sie tun sollen, sind völlig auf sich allein gestellt. Wissen einfach nicht was zu tun ist. Und dann beginnt die Reise.
Beide machen sich auf den Weg hinaus aus dem Wald. Denn sie sind sich sicher, dass es irgendwo noch andere Menschen geben muss. Dass es irgendwo irgendetwas geben muss.

„Sie“ kommt zuerst am Haus an und stellt fest, dass es leer ist. Sie hat keine Ahnung ob es ihr Haus ist oder jemand anderem gehört, doch da niemand da ist bleibt sie dort. Es gibt weder Fernseher noch Computer oder Telefon. Sie ist komplett von der Außenwelt abgeschieden.
Als „Er“ ankommt wird schnell klar, dass sie sich beide in der gleichen Situation befinden und sie erlaubt ihm zu bleiben.

Das zusammenleben wird zunächst etwas problematisch aber nach und nach tauen die beiden auf, kommen sich näher. Erkunden gemeinsam das Haus und die Umgebung, bis ihnen klar wird, dass sie irgendwie Hilfe holen müssen.
Ich würde gerne noch weiter erzählen, doch ab hier wäre sozusagen alles ein Spoiler. Mich haben aber vor allem die Fragen umgetrieben, wer die beiden dort zurückgelassen hat. In einem Haus, das komplett eingerichtet ist. In dem es Kleidung für eine Frau und einen Mann gibt. Genug zu Essen, dass es über ein Jahr ausreichen würde.
Für alles ist gesorgt. Es gibt nur keine Kommunikationsmittel, keine Uhr, keinen Kalender. Nichts, nur diesen Ort und diese beiden Menschen.
Aus welchem Grund sollte jemand so etwas tun? Was ist Sinn und Zwecke davon?

Und dann habe ich einfach nur gewartet. Ich habe Seite um Seite gelesen und darauf gewartet, dass irgendetwas passiert. Aber was soll ich sagen. Es ist zum Großteil einfach nichts passiert. Die Situation kam mir immer abstruser und verrückter vor und ich konnte mir immer weniger vorstellen, wohin das alles führen sollte. Meine Gedanken haben sich zum Teil überschlagen, während die beiden Protagonisten alles zu verdrängen schienen. Ich hatte zum Teil das Gefühl, dass es ihnen tatsächlich völlig egal war, was vorher war oder was in der Außenwelt abgeht. Nichts schien für sie mehr von Bedeutung zu sein und das war etwas, das ich irgendwie nicht glaubwürdig fand.
Selbst wenn man sein Gedächtnis verloren hat, versucht man doch mit allen Mitteln irgendwie die Wahrheit herauszufinden. Man will doch zurück, wohin auch immer. Man will doch nicht an einem Ort bleiben der zugegebenermaßen schon ein wenig seltsam und gruselig ist. Denn ein Haus voller Vorräte, Kleidung und sonstigem aber ohne Kommunikationsmittel. Das ist doch nicht normal?

Von den Charakteren hat man im Allgemeinen nur sehr wenig erfahren. Sie waren beide sympathisch aber auch nicht mehr oder weniger. Ich kann nicht sagen, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe aber auch nicht, dass ich sie nicht leiden kann. Es ist irgendetwas dazwischen.
Mir hat einfach das greifbare gefehlt. Ich konnte mir keinen der beiden richtig vorstellen und ihre Charakterzüge waren eher vage beschrieben. Viele ihrer Taten und die Art wie sie dachten und sich verhielten konnte ich nicht nachvollziehen, was mir den Zugang zu beiden auch etwas erschwert hat. Denn ich habe mir die oben genannten Fragen die ganze Zeit während des Lesens gestellt, die beiden jedoch beschäftigen sich nur ganz am Anfang damit und dann scheint alles völlig egal zu sein.

Als dann die Lösung greifbar wurde und mir klar geworden ist um was es geht sind beide Charaktere völlig ausgerastet. Was eigentlich verständlich ist und gleichzeitig auch wieder irgendwie nicht. Ich hatte ganz andere Reaktionen erwartet, obwohl diese Art der Lösung natürlich auch nicht schlecht war.
Das Ende war sehr romantisch und auch süß und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so etwas in dieser Art möglich wäre. Aber viel mehr war es dann auch nicht. Es war zwar nicht kitschig aber mehr als süß war es eben dann auch nicht. Ich war nicht gerührt, musste nicht weinen oder hatte wenigstens Tränen in den Augen. Nein, keine Gefühlsregung, was ich sehr schade gefunden habe.

fazit

Ein Buch, das kein Krimi ist aber für mich auch nicht ganz eine Liebesgeschichte. Der Funke konnte bei mir nicht überspringen. Mir fehlte die Verbindung zu den Charakteren und ihre Reaktionen auf die Ereignisse haben mich eher stutzig gemacht. Ich kam mir irgendwann vor wie im falschen Film, weil den beiden irgendwie alles egal war, obwohl sie doch beide ohne Erinnerung irgendwo aufgewacht waren. Was, wenn jemand hinter ihnen her war? Was, wenn jemand irgendein seltsames krankes Spiel mit ihnen spielt? Doch nichts dergleichen haben sie sich vorgestellt. Es war völlig egal, was draußen vor sich ging, was ich als recht unrealistisch empfunden habe.
Die Liebesgeschichte war sehr zart und süß, hat mich aber auch nicht allzu sehr berührt. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich leider nicht vom Hocker reißen konnte. 2,5 / 5 Sternen.

2,5 Sterne

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