[reread review] Harry Potter und der Gefangene von Askaban | Joanne K. Rowling

reread_review

Hallo ihr Lieben!

Zur Zeit kämpfe ich etwas mit den Büchern muss ich zugeben. Nichts bringt mich dazu wirklich dran zu bleiben und ich habe das Gefühl in letzter Zeit zwanzig Bücher angelesen zu haben und nichts davon hat mich sofort für sich begeistert. Also habe ich gestern etwas getan, was ich eigentlich nur sehr seltan tue. Ich habe ein Buch aus dem Regal gezogen, das ich schon einige Male gelesen habe: Harry Potter und der Gefangene von Askaban.
Sofort hat mich diese Lesefreude wieder gepackt und ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen. Es ist einfach ein Harry Potter und ich liebe diese Bücher so sehr, dass es mir unmöglich scheint hier nicht weiter zu lesen.

Da ich bisher noch keine Rezension zu einem Harry Potter Buch geschrieben habe und wenn wir ehrlich sind, wäre es sowieso nur eine Lobeshymne, möchte ich eine reread review schreiben. Mit meinen Eindrücken während ich dieses Buch zum gefühlt tausendsen Mal gelesen habe. Also wer die Geschichte nicht kennt, sie aber noch lesen möchte, sollte sich diese Rezension lieber nicht durchlesen, denn hier werden eindeutig spoiler drin vorkommen.
Passend dazu habe ich mir gestern dann auch den Film angeschaut und je nach dem wie meine Rezension verläuft lasse ich auch noch einige Gedanken zu diesem Film mit einfließen. Ich hoffe, diese Idee gefällt euch! Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen! (:


harrypotter_dergefangenevonaskabanName: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Autor: Joanne K. Rowling
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Seitenzahl: 447 Seiten
Verlag: Carlsen
Bei Amazon:
Kindle Edition: 7,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
Hardcover: 16,90 €

DVD: 7,00 €

worum_es_geht

Harry ist sehr wohl bewusst, dass er außerhalb der Schule nicht zaubern darf. Trotzdem lässt er seine schreckliche Tante in den Ferien mit einem Schwebezauber an die Decke gehen. Die Konsequenz ist normalerweise klar: Schulverweis! Doch bei Harry scheint es eine Ausnahme zu geben. Anstatt bestraft zu werden, wird er wie ein rohes Ei behandelt. Kann dieses Verhalten etwas mit dem gesuchten Verbrecher zu tun haben, der in die Schule eingebrochen ist und es anscheinend auf Harry abgesehen hat?
Gemeinsam mit seinen besten Freunden Ron und Hermine versucht Harry das Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung zu lösen und erfährt dabei Dinge, die ihn beinahe an seinem Verstand zweifeln lassen.

meine_gedanken_dazu

Ich weiß nicht genau wie oft ich dieses Buch schon gelesen habe und wie of ich den Film dazu schon gesehen habe. Ich weiß nur, dass dieser Teil der Reihe mir irgendwie am wenigsten gefallen hat. Nicht, weil er schlecht ist, sondern weil ich beim Lesen immer das Gefühl habe, dass einfach nichts passiert.
Beinahe ganz am Ende, wenn man schon denkt, dass das Buch gleich zu Ende ist, dreht sich das Blatt und alles wird noch einmal unheimlich spannend.
Harry, Ron und Hermine erleben ihr drittes Jahr in Hogwarts und für Harry beginnt das Jahr recht turbulent. Er hat schon in den Ferien große Angst, gar nicht zurück nach Hogwarts kehren zu können, weil er seine Tante Magda aufgeblasen hat. Eine unheimlich geniale Vorstellung. Ich liebe diese Art von Humor und habe mich mal wieder köstlich amüsiert. Natürlich sind auch die Reaktionen von Vernon und Petunia spitze.
Im Film ist es super umgesetzt worden und ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie laut ich gelacht habe, als ich diese Szene das erste Mal gesehen habe. Vor allem Dudley, der lieber weiter in den Fernseher glotzt, als seiner Tante zu helfen, ist mir hier in Erinnerung geblieben.

Dass Harry dann doch nicht von der Schule verwiesen wird und sogar der Minister persönlich im Tropfenden Kessel auf ihn wartet lässt ihn stutzig werden. Was ist geschehen, dass ihn alle so umsichtig behandeln?
Dieses Rätsel wird schnel gelöst als Harry ein Gespräch mitbekommt in dem Arthur und Molly Weasly sich darum streiten, ob Harry es erfahren soll oder nicht.

Ab hier hat das Rätselraten sozusagen ein Ende gefunden, denn die Gründe für die Suche nach Harry liegen auf der Hand. Sirius Black ist ein Anhänger von Voldemort und möchte somit, dass Harry stirbt, um seinen Meister zu rächen.
Damit beginnt das Schuljahr für Harry nicht gerade fröhlich, doch schnell wird alles in den Hintergrund gedrängt, denn die Wachen von Askaban, die Dementoren, halten den 13jährigen auf Trapp. Er hat große Angst vor ihnen und möchte lernen sie zu besiegen.

Hier kommt eine wichtige Figur ins Spiel, die ich schon immer fest in mein Herz geschlossen hatte:. Remus Lupin. Er ist ein absoluter Smpathieträger, kann sozusagen alles, was man können muss und ist ein toller Lehrer. Er hilft Harry wo er kann und stellt sowas wie eine Vaterfigur für ihn dar. Er möchte, dass Lupin stolz auf ihn ist und mit Hinblick auf die Vergangenheit von Remus macht es mich ganz sentimental, dass Harry sich ihm so nahe fühlt.
Ich habe ihn immer gemocht und schon beim ersten Mal lesen wusste ich, dass er einfach toll ist. Dementsprechend habe ich auch seinen Unterricht am meisten gemocht. Er hat den Schülern so viel beigebracht und ihnen wirklich sinnvolle Kreaturen gezeigt. Auch seine Prüfung, die ihm Buch geschildert wird, fand ich super. Einfach ein toller Lehrer, der weiß, worauf es in Verteidigung gegen die dunklen Künste ankommt.
Sein Geheinis kann er sehr gut verbergen. Nur die schlauste Schülerin, Hermine, kommt ihm auf die Schliche, behält es aber für sich.
Diese Idee von JK Rowling, welche dann auch Tatze, Krone und Wurmschwanz miteinschließt finde ich einfach nur genial. Ich leibe diese Freundschaft zwischen den vieren, auch wenn einer davon den falschen Weg einschlägt. Diese Freundschaft der Jungs hat sie auf ewig verbunden und macht etwas ganz besonderes aus ihrer Beziehung. Etwas, das man eben nur in der Zaubererwelt finden kann und dass die Vergangenheit sozusagen nun auf Harry übergreift finde ich so schön. Etwas von seinem Vater wiederzufinden und in sein Leben zu integrieren ist toll und ich liebe JK Rowling dafür, diese Menschen in sein Leben gebracht zu haben.

Hier wurde auch mein Interesse an der Vergangenheit von Snape geweckt. Was hat diese Feindschaft zwischen James und ihm ausgelöst? Denn im dritten Band wird klar, dass in ihrer Jugend etwas ordentlich schiefgegangen ist, von dem wir noch nichts wissen. Als in den nachfolgenden Bänden dann das Geheimnis letztlich gelöst wird hat mich sehr gefreut. So habe ich auf jede Frage dazu auch eine Antwort bekommen, die mich zufriedengestellt hat.

In diesem Teil der Reihe wird auch besonders deutlich wie fleißig und wissbegierig Hermine ist. Ich habe sie als Kind immer bewundert und wollte genau so sein wie sie. Sie braucht sogar einen Zeitumkehrer, um all ihre Fächer belegen zu können, weil sie einfach alles interessiert und sie so viel wissen möchte. Es wundert mich aber auch nicht, denn sie kommt aus einer Muggel Familie und hat bis zu ihrem elften Lebensjahr nichts von der Welt der Hexen und Zauberer gewusst. Dass sie da, so viel wie möglich lernen möchte, finde ich absolut verständlich. Mir würde es wahrscheinlich genauso gehen, nur dass ich vielleicht doch nicht ganz so intelligent wie sie wäre :D
Im Film ist ihr Stress nicht ganz so gut zu spüren, wie im Buch, aber der Zeitumkehrer sieht dafür umso genialer aus. Allerdings würde ich behaupten, dass man im Film deutlicher wahrnimmt, dass sie plötzlich irgendwo auftaucht, obwohl sie vorher noch nicht da war. Im Buch fällt das alles nicht so auf, eher wenn direkt zur Sprache kommt, dass Hermine viel Stress hat und viele Fächer zur gleichen Zeit stattfinden.
Diese Idee von Joanne K. Rowling mochte ich auch sehr gerne, weil es einfach Hermines wichtigste Charakterzüge noch einmal extrem verdeutlicht.

Wie ihr sehen könnt, es gibt so vieles, das ich an dieser Reihe und diesem Buch liebe und doch passiert mir hier einfach zu wenig, dass ich dem Buch ganze 5 Sterne geben kann. Im Vergleich zu den anderen Büchern schwächelt dieser Teil mir irgendwie, obwohl wir so viel erfahren und so tolle neue Charaktere kennen lernen und sich gerade für Harry etwas entscheidend verändert.
Deshalb gibt es 4 / 5 Sterne für diesen dritten Band, den ich mal wieder genossen habe.

4-Sterne

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7 Gedanken zu “[reread review] Harry Potter und der Gefangene von Askaban | Joanne K. Rowling

  1. msmedlock schreibt:

    Hallo!
    Ich finde das gerade sehr interessant, da mir vorkommt, dass der dritte Teil eigentlich das Buch ist, das am meisten gelobt wird. Hier erfahren wir so viel über die Hintergründe (glauben wir) und endlich etwas über Harrys Eltern und deren Kindheit. Die Dementoren gepaart mit Askaban und Sirius Black. Ich fand immer, dass das eine gute Mischung ist. Und Remus Lupin natürlich. Eine der sympatischsten Figuren, die die Reihe zu bieten hat.Vom Film war ich allerdings weniger überzeugt. Die Änderung der Kulisse, der „neue“ Dubledore, das neue Schloss…ich war damals so gespannt auf den Film und bin ziemlich enttäuscht herausgekommen. Ich kann mich bis heute nicht an das Set gewöhnen, auch wenn mir die Filme im Allgemeinen doch recht gut gefallen.
    LG, m

    Gefällt 1 Person

    • Anna schreibt:

      Vor allem der neue Dumbledore hat mir auch zu schaffen gemacht. Ich mochte Richard Harris als Dumbledore unheimlich gerne, er hat für mich den perfekten Dumbledore verkörpert, weil ich ihn mir genau so vorgestellt habe.
      Ab dem dritten Teil, als Michael Gambon ihn gespielt hat, wirkte er einfach nicht mehr so „zauberhaft“ sondern dynamischer, fitter, irgendwie weniger weise.. Trotzdem habe ich mich dann schon recht schnell damit abgefunden und auch die Vorteile in ihm gesehen.. er hat mir eher deutlich gemacht, dass auch Dumbledore ein Mensch ist, der Fehler macht und nicht immer das Richtige tut.
      Ich fand es auch gewöhnungsbedürftig, dass sie plötzlich Alltagskleidung getragen haben, was in den ersten beiden Filmen ja gar nicht vorgekommen ist. Ich muss auch sagen, dass ich mir die Schüler immer in Schuluniform vorgestellt habe, auch in den späteren Teilen, obwohl es in den Filmen nicht so dargestellt war :D

      Liebe Grüße! (:

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      • chaoskingdom schreibt:

        Mir gefiel der erste Dumbledore auch besser, aber der Tod holt uns leider alle mal ein. Ich denke der zweite ist gut gewählt. Hier wird mehr deutlich, dass er Harry mehr „benutzt“ und nicht so ruhig, besonnen etc ist. Schade, aber okay der Regisseur hat sich ja auch verändert xD

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      • Anna schreibt:

        Ja da hast du vollkommen recht! Das wäre vielleicht bei Richard Harris gar nicht so gut rübergekommen, weil ich ihn oft auch etwas großväterlich gesehen habe.
        Ab dem dritten Teil sind Harry und Co. eben auch etwas älter geworden..

        Gefällt 1 Person

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