Die Wahrheit über Alice | Rebecca James

Die Wahrheit über Alice_Rebecca JamesTitel: Die Wahrheit über Alice
Autor: Rebecca James
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
Seitenzahl: 310 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
Bei Amazon:
Kindle Edition: 8,99 €
Taschenbuhc: 8,99 €

rezisKatherine ist die Außenseiterin ihrer Schule. Unscheinbar, unauffällig und immer allein. Doch das hat auch einen bestimmten Grund: keiner darf ihr zu nahe kommen, denn dann würde ihr Geheimnis ans Licht kommen. Niemand soll wissen, was mit ihrer Schwester Rachel geschehen ist.
Doch dann lädt die beliebte, wunderschöne, strahlende Alice sie zu ihrer Party ein und plötzlich bemerkt Katherine wie sehr sie eine Freundin vermisst hat. Es tut ihr gut, mit Alice auszugehen und eine Freundin zur Seite zu haben. Doch ganz langsam beginnt sich die strahlende Alice zu verändern. Sie wird immer merkwürdiger, selbstsüchtiger und vor allem Grausamer. Langsam aber sicher wird Katherine klar, dass ihre Freundin nach ganz anderen, eigenen, Regeln spielt.

rezisDas Buch habe ich bei einer Shopping-Tour mit meiner Mom zufällig bei den Mängelexemplaren entdeckt. Da ich es auf verschiedenen Blogs und bei lovelybooks schon öfter gesehen habe, habe ich mir den Klappentext durchgelesen und es hat mich sehr angesprochen. Also habe ich das Buch mitgenommen. Und wie das manchmal so ist, habe ich es ins Regal gestellt und eine Stunde später doch wieder heraus genommen. Ich wollte wissen, was passiert. Und das Buch hat mich tatsächlich nicht mehr losgelassen.

Katherine ist ein junges Mädchen das ein Geheimnis hütet. Ein schreckliches Geheimnis, das nicht einmal wir Leser erfahren. Wir wissen nur, dass sie alleine sein möchte und sich bewusst dafür entschieden hat, keine Freunde zu finden. Sie zieht sich zurück, möchte ganz anders sein, als sie eigentlich einmal war und versteckt sich.
Sie hat selbst kein gutes Bild von sich, bezeichnet sich öfter als Feigling und dass es in jedem Fall besser ist, allein zu sein.
Schon hier weiß man, da brodelt etwas unter der Oberfläche. Sie versteckt etwas und dieses Geheimnis wird früher oder später ans Licht kommen. Es muss einfach so sein, denn man kann sich nicht ewig vor allem verstecken. Die Vergangenheit holt dich immer wieder ein und auch Katherine kann davor nicht weglaufen.

Alice tritt schon nach wenigen Seiten in das Leben von Katherine und macht einen aufgeschlossenen Eindruck. Mich hat es zwar sofort gewundert, was das beliebteste Mädchen der Schule mit Katherine zu tun haben möchte, trotzdem war sie freundlich und hat darauf beharrt, dass sie zu ihrer Party kommt.
Alice verbringt viel Zeit mit Katherine und diese findet das alles plötzlich gar nicht mehr so schlimm, denn schnell merkt sie dass auch Alice Geheimnisse hat. Und so fühlt sie sich sicher. Ihre neue blonde Freundin lässt sie spüren, wie schön das Leben sein kann und vor allem, dass es okay ist so zu sein wie man ist.
Doch nach und nach verändert sich Alice. Sie möchte immer die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie will im Mittelpunkte stehen, alles wissen und vor allem möchte sie sich überall einmischen. Wann immer ihr etwas gegen den Strich geht, reagiert sie übertrieben, unfreundlich oder absolut grausam.

Sehr schnell wird klar, dass die Freundschaft der beiden ungesund ist. Da auch der eigentliche Freund von Alice, Robbie, mitmischt und Katherine immer wieder klar zu machen versucht, dass Alice auch ganz anders sein kann, wird man als Leser schneller misstrauisch. Sie wirkt zwar zunächst nett, doch meine Gefühle ihr gegenüber haben sich sehr schnell verändert. Sie ist eigentlich unsympathisch, unglaublich einnehmend und achtet überhaupt nicht auf die Bedürfnisse ihrer Gegenüber. Sie benutzt alle als Spielbälle und verdreht die Welt, damit sie so ist, wie sie möchte. Sie will die Zügel in der Hand haben und tut alles dafür, um sie auch zu behalten.
Ihre grausamen Spielchen verletzen nicht nur Robbie, sondern auch Katherine. Alice verwendet alles, was sie gemeinsam erlebt haben oder was Katherine ihr erzählt hat, gegen sie. Auf eine Weise, die man sich gar nicht vorstellen kann. Es ist so grausam und grauenvoll, dass ich das Buch für einige Momente zuschlagen musste.
Gleichzeitig kann ich Katherine verstehen. Sie war so lange allein und plötzlich bekommt sie wieder Aufmerksamkeit, plötzlich hat sie wieder jemanden um sich. Menschen, mit denen sie sich versteht und reden kann.

Doch dann lernt Katherine Mick kennen und alles ändert sich. Sie verliebt sich, ist glücklich und gleichzeitig möchte sie dieses Glück nicht mit Alice teilen. Ihr wird bewusst, dass dieses Mädchen ihr alles nehmen kann und das will sie um jeden Preis verhindern. Für mich als Leserin kam diese Erkenntnis viel zu spät. Sie hätte viel früher merken müssen, dass etwas nicht stimmt und vor allem, dass sie sich besser von Alice fernhalten sollte.

Die Autorin schreibt wirklich toll auch wenn mich der Aufbau des Buches zu Beginn etwas verwirrt hat. Die Kapitel sind in verschiedene Zeiten aufgeteilt. Die Gegenwart, einige Jahre nach den Ereignissen mit Alice, die Vergangenheit in der Katherine mit Alice befreundet ist und die Vergangenheit, welche mit dem Geheimnis um Katherines Schwester Rachel zu tun hat.
Das alles zu Beginn auseinander zu halten war recht schwer und ich bin öfter etwas durcheinander gekommen, bis ich mich dann richtig orientieren konnte. Am Ende des Buches war mir natürlich klar, weshalb Rebecca James diese Art der Aufteilung gewählt hat. So hatte ich als Leser einen Gesamtzusammenhang. Sie konnte jederzeit irgendwelche Hinweise verstreuen und mir ist es dann auch sehr leicht gefallen eins und eins zusammen zu zählen.
Allerdings war mir das Ende dann doch etwas zu drastisch. Die Ereignisse mit Alice spitzen sich zu und alles überschlägt sich in einer letzten schicksalhaften Nacht.
Alle Geheimnisse werden aufgedeckt und am Ende habe ich das Buch mit einem Lächeln auf dem Gesicht zugeschlagen.

fazitDas Buch hat mich sehr überrascht, ich hatte zwar anfangs Schwierigkeiten richtig hineinzufinden, doch es hat mich fesseln können. Der Schreibstil war toll und die Idee ist wirklich klasse. Katherine war eine sympathische Protagonistin auch wenn sie mir etwas naiv vorgekommen ist. Das Ende war mir etwas zu viel Drama, trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. 4 / 5 Sterne.

4-Sterne

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3 Gedanken zu “Die Wahrheit über Alice | Rebecca James

  1. Anne schreibt:

    Hey Anna,

    coole Rezi! Mir hat das Buch damals richtig gut gefallen und ich fand besonders Alice´ hinterlistige Art richtig gut dargestellt. Katherine war stellenweise zwar wirklich naiv, aber persönlich bin ich auch jemand, der eher gutgläubig auf andere Menschen zugeht und nicht gleich das Schlimmste erwartet. Da bleibt nur zu hoffen, dass mich keine Alice auf dem Kieker hat;)

    LG
    Anne

    Gefällt 1 Person

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