Don’t tell me lies | Corey Ann Haydu

Hallo ihr Lieben!

Bevor ihr hier meine Rezension lesen könnt, möchte ich mich noch kurz zu Wort melden (: Ich hatte die letzten Tage einfach keine Zeit einen Blogpost für den Welttag des Buches und deshalb möchte ich euch hier ein paar schöne Beiträge verlinken, damit ihr wo anders bei den vielen tollen „Blogger schenken Lesefreude“ Gewinnspielen euer Glück versuchen könnt. Ich hoffe ihr hattet gestern auch einen tollen Tag und habt ordentlich Bücher geshoppt ;)

Schaut aufjedenfall bei Wortmagie vorbei. Bei Elena von Blonderschatten’s Welt gibt es auch wunderbare Bücher zu gewinnen. Bei Nicole von About Books gibt es sogar ein Hörbuch-Paket. Auch die Booktuber haben sich natürlich eingebracht und bei Jessy von Melody of Books könnt ihr einen Gutschein für die Buchhandlung eurer Wahl gewinnen.

Das hier ist nur eine kleine Auswahl von den Blogs, die ich regelmäßig besuche, die tolle Fragen gestellt haben und schöne Bücher verlosen (:
Schaut doch da mal vorbei! (:

Liebe Grüße! (:


dont tell me lies

Titel: Don’t tell me lies
Autor: Corey Ann Haydu
Format: Taschenbuch
Preis: 9,95 €
Seitenzahl: 352
Verlag: dtv
Bei Amazon:
Taschenbuch: 9,95 €
Kindle Edition: 7,99 €

rezis

Tabithas Leben gleicht einem Trümmerhaufen. Sie fühlt sich allein und verlassen. Von allen unverstanden. Von allen, bis auf Joe. Joe, dem sie alles erzählen kann. Mit dem sie jedes noch so kleine Geheimnis teilen kann und dessen Berührung ihr eine Gänsehaut über den Körper jagt. Joe, der eine Freundin hat.
Gerade, als Tabitha denkt, sie müsse explodieren, stößt sie auf die Website „Life by Committee“.

Auf dieser Seite gibt es nur drei Regeln:
Poste jede Woche ein Geheimnis.
Erfülle die dazugehörige Aufgabe innerhalb von 24 Stunden.
Nur wenn die Aufgaben erfüllt werden, sind deine Geheimnisse sicher.

rezisBei einer Aktion des dtv Verlags habe ich dieses Vorab-Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und möchte mich auf diesem Wege noch einmal herzlich bedanken.
Ich hätte auch nie gedacht, dass mich dieses Buch derart fesseln und mich zum nachdenken bringen kann. Gleichzeitig hat es mich überrascht und in Atem gehalten. Ein Buch, das mich wirklich absolut überrascht hat.

Die Geschichte beginnt damit, dass Joe und Tabitha chatten. Mitten in der Nacht, wie schon seit längerer Zeit. Es wird sofort deutlich, dass das Mädchen ihn sehr gern hat. Sogar davon überzeugt ist, ihn zu lieben. Ihn und seine wunderbaren Worte, die ihr ein Kribbeln in der Magengegend bescheren. Er findet sie toll. Er findet sie heiß. Und Tabitha lässt sich davon mitreißen. Ist begeistert von seinen Worten und genießt die Aufmerksamkeit. Und den Nervenkitzel. Denn Joe ist vergeben. Er hat eine Freundin und trotzdem sagt er ihr, wie wunderbar er sie findet.

Man merkt sofort, dass Tabitha eigentlich eine gute Seele ist. Sie lässt sich leicht beeinflussen und versucht trotzdem irgendwie gut zu sein. Das Richtige zu tun. Und sie braucht diese Bestätigung. Sie braucht sie wirklich dringend. Ihre Mutter ist nämlich schwanger und alles scheint sich nur noch um das ungeborene Baby zu drehen. Vor allem, weil Tabitha selbst ein ungeplantes Kind war. Sie kam auf die Welt als ihre Eltern gerade so alt waren wie sie jetzt und daher möchten Paul und Cate natürlich bei dem anderen Baby alles anders machen. Richtiger. Und das spürt Tabitha.
Sie fühlt sich allein. Unverstanden. Vielleicht sogar weniger wert als das Kind, das bald da sein wird, schließlich scheint sie der ungeplante Fehler gewesen zu sein, der nicht das ist, was ihre Eltern gerne hätten.
Zumindest nimmt Tabitha es so wahr.
Gleichzeitig hatte sie eine Auseinandersetzung mit ihren besten Freundinnen, die ihr den Rücken gekehrt haben. Tabitha hat nur den Chat mit Joe. Das Spiel mit dem Feuer. Die Aufmerksamkeit eines Jungen, den sie eigentlich nicht haben kann. Und gerade, als sie denkt, es bald nicht mehr aushalten zu können ohne Joe zu sein, findet sie in einem gebrauchten Buch die URL zu der Website „Life by Committee“.

Bis dahin war Tabitha ein Mädchen, welches von ihren Eltern nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt. Welches von ihren ehemals besten Freundinnen gemieden wird und kaum Anschluss an andere Jugendliche hat. Sie lässt sich auf ein Spiel mit einem vergebenen Jungen ein, in den sie sich nach und nach verliebt.
Dann kommt „Life by Committee“ in ihr Leben und alles steht plötzlich Kopf. Sie ist fasziniert von dem Zusammenhalt der Community. Fasziniert davon, wie sich völlig fremde Menschen, die nichts oder besser kaum etwas voneinander wissen, unterstützen können.
Jedes gepostete Geheimnis wird in der Gruppe diskutiert. Man postet Ratschläge, Meinungen, spendet Trost und spricht Ermutigungen aus.
Eigentlich ein netter Gedanke, wenn man sich nicht anders zu helfen weiß. Wenn man nicht weiß, mit wem man sonst sprechen soll.
Der Gründer der Website, Zed, überlegt sich anhand der Diskussionen eine Aufgabe, die innerhalb von 24 Stunden erfüllt werden muss, ansonsten könnte Regel 3 in Kraft treten.

Kaum hat Tabitha ihr erstes Geheimnis gepostet, steht sie die ganze Zeit unter Druck. Sie möchte die Aufgabe erfüllen um dazu zu gehören. Sie will Zuspruch, Aufmerksamkeit, Ratschläge und Hilfe, ihr Leben irgendwie wieder in den Griff zu bekommen. Tabitha braucht Halt und eine Stütze, der sie alles anvertrauen kann. Dieser Halt wird die Website.
Doch ist wirklich alles gut, was dort geschieht? Ist wirklich alles richtig, was diskutiert und letztendlich auch verlangt wird? Kann eine Website voller anonymer Fremder tatsächlich Halt bieten? Und wie will „Zed“ bei Missachtung der Regeln die Geheimnisse der Mitglieder verraten?

Viele Fragen sind mir beim Lesen dieses Buches durch den Kopf gegangen und einiges blieb unbeantwortet. Gerade diese dritte Regel hatte für mich als Druckmittel zwar Sinn, aber nicht wirklich, wenn jemand tatsächlich seine Aufgabe nicht erfüllt.
Denn die Teilnehmer sind anonym. Es werden keine Namen gepostet, keine Bilder, zumindest nichts, was auf den Aufenthaltsort oder das Umfeld der Teilnehmer hinweisen könnte. Natürlich ist man im Internet nicht immer komplett anonym aber die Personen kennen sich nicht. Wie also kann der Betreiber der Seite die Geheimnisse an die Öffentlichkeit bringen? Oder sind die Mitgleider vielleicht doch nicht so anonym wie Tabitha denkt?

Gleichzeitig wirft sich während des Lesens die Frage auf: Wer ist dieser Zed und was will er wirklich? Denn während Tabitha immer tiefer in diese „Life by Committee“ Spirale gerät, kommt ihr ganzes Leben ins wanken. Ihre Aufgaben werden krasser und haben nicht nur auf ihr eigenes Leben Auswirkungen, denn wenn sie sie erfüllt, dann betrifft es auch das Leben ihrer Mitmenschen.

Ich muss sagen, dass die Autorin die Verzweiflung von Tabitha wirklich toll beschrieben hat. Das Mädchen klammert sich so unglaublich an diese Website, dass sie völlig vergisst was in der Realität abläuft. Dort, wo sie eigentlich sein sollte. In ihrem Leben. Alles scheint den Bach runter zu gehen und „Life by Committee“ wirkt auf sie wie ein rettender Anker.
Eigentlich möchte sie ihr Leben wieder in Ordnung bringen, doch werden die Aufgaben, die sie erledigen soll, ihr dabei auch wirklich helfen?

Gegen Ende des Buches habe ich regelrecht mitgefiebert. Mein Herz hat schneller geschlagen, ich habe eine Gänsehaut bekommen und hätte das Buch an manchen Stellen am liebsten gegen die Wand geklatscht. Und trotzdem hat die Autorin es geschafft einen Weg zu finden es so Enden zu lassen, wie es am Besten war.
Ich musste mir letztlich sogar Tränen aus dem Gesicht wischen, weil das Ende mich überrascht aber auch fasziniert hat. Es ist gut, wie es ausgegangen ist und es hat Spaß gemacht diese Reise mit Tabitha anzutreten.

fazit„Don’t tell me lies“ ist ein Buch über ein verzweifeltes junges Mädchen, das versucht irgendwie Halt in ihrem Leben zu bekommen. Sie stürzt sich kopfüber in eine Website, von der sie nicht weiß ob sie etwas gutes oder etwas schlechtes bewirkt. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der mich gefangen gehalten hat und die Ideen, die sie im Buch umgesetzt hat, haben mir gut gefallen. An manchen Stellen blieb dennoch ein Fragezeichen in meinem Kopf hängen, doch das Ende hat mich wieder vollends begeistert. 4 / 5 Sterne für dieses Buch.

4-Sterne

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2 Gedanken zu “Don’t tell me lies | Corey Ann Haydu

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