Essenz der Götter 1 | Martina Riemer

essenzdergoetter1

Titel: Essenz der Götter 1
Autor: Martina Riemer
Format: Kindle Edition
Preis: 3,99 €
Seitenzahl: 430
Verlag: Carlsen im.press
Bei Amazon:
Kindle – Edition: 3,99 €

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Als Loreens Eltern sterben wird das junge Mädchen in ein Waisenhaus gesteckt, fernab von ihrer früheren Heimat und ihrer großen Liebe Jamie. Dort zieht sie sich völlig zurück und versinkt in ihrer Trauer und der Einsamkeit.
Erst als sie Menschen kennenlernt, die so anders sind, wie sie sich immer gefühlt hat, taut sie auf und nähert sich dem kriegerischen Slash der schweigsam, geheimnisvoll aber gleichzeitig unglaublich anziehen auf sie wirkt.
Von ihm und seinen Freunden erfährt sie, woher sie wirklich kommt und wird vor eine Entscheidung gestellt, die ihr ganzes Leben verändern wird.

rezisDas Buch beginnt mit einem vielversprechenden Prolog, der nicht zu viel vorwegnimmt aber doch Lust auf mehr macht. Ich wollte sofort weiterlesen, damit ich herausfinden kann wie Loreen in diese Lage kommt.
Der nächste Teil wird mit „Damals“ gekennzeichnet und hat mir leider nicht sehr zugesagt.
Dort geht es um die 17jährige Loreen, die gerade ihre Eltern verloren hat, frisch in ein Waisenhaus gebracht wurde und voll in ihrer Trauer und Einsamkeit aufgeht. Mitten in diese Einsamkeit platzen Sky, Pure und Slash. Drei außergewöhnliche junge Leute, die auf Loreen sofort Eindruck machen.
Dass sie sofort mit der Tür ins Haus fallen und Loreen schon nach wenigen Seiten erzählen, woher sie kommen und was sie tatsächlich ist hat mir überhaupt nicht gefallen.
Auch die Tatsache, dass Loreen nichts davon in Frage stellt fand ich sehr unglaubwürdig. Welche 17jährige glaubt denn sofort an Götter? An magische Kräfte? An Essenzen?
Der „Damals“-Teil hat mich absolut nicht überzeugt, was mir sehr leid getan hat, da der Klappentext mich sehr angesprochen hat.
Außerdem haben mir zusätzliche Informationen zu den Divinus und auch Titanus gefehlt. Ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht, um selbst besser in die Geschichte hineinzufinden.

Nach diesem eher enttäuschenden Anfang beginnt der „Heute“-Teil, der mir um Längen besser gefallen hat. Man lernt mehr über das Leben als Divinus kennen, erfährt wie sie zusammen leben, ihren Alltag meistern und trainieren um für den Kampf gewappnet zu sein.
Nur hat sich für mich immer die Frage gestellt: Welcher Kampf? Welcher Krieg? Wieso das Ganze?
Man bekommt keine Antworten darauf, wieso sich die Divinus und Titanus eigentlich bekämpfen. Da Loreen es selbst nicht weiß und ihr niemand eine richtige Antwort geben kann, verstehe ich als Leser auch nichts davon.
Wieso müssen diese beiden Gruppen sich bis zum Tod bekämpfen?
Überhaupt hat mir im ganzen Buch eine richtige Handlung gefehlt. Mir ist sehr schwer gefallen herauszufinden was der Gedanke der Autorin war.
Im Vordergrund standen eigentlich immer nur Slash und Loreen.
Grundsätzlich ja kein Problem, da sich schon im „Damals“-Teil herauskristallisiert hat, dass die beiden eine starke Anziehungskraft aufeinander ausüben. Doch im „Heute“ war es mir einfach zu viel.
Sie sehen sich an, finden sich anziehen, sexy, heiß, und und und.. Aber niemand kommt in die Gänge.
Letztendlich hatte ich das Gefühl, dass es sich immer nur um Sex gedreht hat.
Sex den man haben will, Sex den man nicht haben kann und Sex den man letztendlich hat.
Eine wirkliche Handlung oder Romantik habe ich nur sehr selten bis gar nicht gesehen. Slash und Loreen waren der Mittelpunkt einer einzigen Verstrickung von Begehren, Missverständnissen und Sex.
Man erfährt weder was es mit Loreens Vergangenheit auf sich hat, welche magischen Kräfte sie in sich trägt und was der Kampf gegen die Titanus eigentlich wirklich auf sich hat.

Loreen als auch Slash bleiben für mich blasse Charakter, denen ich mich gar nicht näher fühlen kann. Ihre Gefühle, Reaktionen und Handlungen kann ich die meiste Zeit nicht nachvollziehen. Anstatt ehrlich zueinander zu sein gehen sie sich lieber aus dem Weg und grämen sich in ihrem schrecklichen Schmerz und der Einsamkeit, wenn sie nicht beieinander sein können.
Wer die beiden letztendlich als eigenständige Personen sind habe ich nicht herausfinden können und habe mich somit mit keinem von beiden anfreunden können.
Wer mir eher gefallen hat war Sky. Mit seiner fröhlichen Art hat er mein Herz sofort erobert und ich hätte sehr viel lieber ihn als Hauptcharakter gehabt. Nach meinem Geschmack hätten es ruhig mehr Kapitel aus seiner Sicht geben können, damit man ihn und seine Welt näher kennen lernen kann. Auch wenn die wenigen Teile ihn mir schon unglaublich nahe gebracht haben.

Alles in allem muss ich sagen, dass mir dieses Buch zu wenig war. Es gab für meinen Geschmack viel zu wenig magische und fantastische Elemente und dafür viel zu viel Sex.
Informationen zu den Göttern und der göttlichen Abstammung der Divinus bekommt man eigentlich überhaupt keine und die wenigen Handlungsstränge verlieren sich im Nichts sobald Slash und Loreen aufeinander treffen.
Leider hat sich dieses Buch für mich als eine Enttäuschung herausgestellt.

fazitDie wenigen Handlungsstränge die sich erkennen lassen verlieren sich in Sexszenen die für meinen Geschmack eindeutig zu viel waren. Der Fokus ist viel zu sehr auf die beiden Hauptcharaktere Slash und Loreen gelegt, die sich zanken, lieben und dann wieder in ihrer Einsamkeit verlieren. Es war mir zu wenig Action, zu wenig Tiefe und eine kaum erkennbare Handlung.
Leider nur 2 / 5 Sterne für Essenz der Götter.

2-Sterne

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2 Gedanken zu “Essenz der Götter 1 | Martina Riemer

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