Schattentraum – Hinter der Finsternis | Mona Kasten

Schattentraum Mona Kasten

Titel: Schattentraum – Hinter der Finsternis
Autor: Mona Kasten
Format: Kindle Edition
Preis: 2,99 €
Seitenzahl: 410
Verlag: Selfpublishing
Bei Amazon:
Kindle Edition: 2,99 €
Taschenbuch: 10,99 €

rezis

Als Emma Parkers Mutter bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, wünscht sich das junge Mädchen nichts sehnlicher, als die Finsternis hinter sich zu lassen, die sie wie Schatten begleitet.
Doch sie hat nicht damit gerechnet Gabriel zu begegnen, der ihr mit seinem arroganten Charme und dem durchdringenden Blick beinahe den Verstand zu rauben droht. Trotzdem lässt die Dunkelheit Emma nicht los und reißt sie immer wieder in schlimme Albträume, die ihr das Leben schwer machen.
Auch Gabriel scheint nicht der zu sein, für den er sich ausgibt, denn jede seiner Berührungen oder seiner Worte, könnte sie in einen Abgrund ziehen.
Bald schon weiß Emma nicht mehr, was Traum und was Wirklichkeit ist.

rezisDas Buch habe ich gekauft, um der lieben Youtuberin Mona aka peachgalore zu helfen, ihren Traum zu leben. Gleichzeitig natürlich auch, weil ich durch ihre Videos selbst ganz aufgeregt war, dass sie tatsächlich ein Buch veröffentlicht. Ich kann nur sagen: es hat sich gelohnt.

Der Schreibstil des Buches zieht sich leicht und locker durch alle Kapitel. Man ist jederzeit im Geschehen und kann sich leicht in die Charaktere hineinversetzen. Mona hat schöne Kulissen herschaffen, wie zum Beispiel Betty’s, das Café von Emmas Großmutter. Es ist mir besonders leicht gefallen mir Situationen in diesem Café vorzustellen und dies natürlich vor allem durch die bildhaften Beschreibungen.

Die Charaktere sind schön ausgearbeitet. Vor allem Emma ist mir unfassbar sympathisch, weil sie eben nicht die typische Protagonistin ist, welche sich mit allem zufrieden gibt und zu allem ja und amen sagt. Nein. Sie gibt kontra, versucht andere Erklärungen zu finden und kämpft. Sie hat viel Witz, Humor ist aber auch ein wenig Tollpatschig. In manchen Momenten erinnerte sie mich stark an die Autorin, was mich aber überhaupt nicht gestört hat.
Für Emma ist es zunächst schwer, ihr Zuhause zu verlassen und mit ihrem Vater zu ihrer Großmutter zu ziehen. Sie weiß jedoch, dass es das Beste ist, um alles hinter sich zu lassen, was geschehen ist.
Für sie und auch für ihren Vater ist es ein Neuanfang.
Vor allem, weil niemand weiß, was mit ihrer Mutter geschehen ist, hegt Emma die Hoffnung unvoreingenommene Freunde zu finden, die ihr keine mitleidigen Blicke zuwerfen.
Dies ist wieder etwas, was ich schön gefunden habe: Emma hat nicht die Hoffnung aufgegeben, sondern versucht weiterzuleben, auch wenn ihre Mutter gestorben ist.

Sie trifft in der Schule auf Meggie und Skander, die sie sofort in ihr Herz schließt und mit denen sie den Schulalltag gut meistern kann. Die beiden werden zu ihren guten Freunden und erleichtern es Emma sich in der neuen Schule und der neuen Stadt zurecht zu finden.

Vor allem Meggie ist mir sofort ans Herz gewachsen, mit ihrer frischen und fröhlichen Art wirkt sie sehr ansteckend. Sie hilft Emma aus einem Tief heraus, und versucht sie zurück ins Leben zu holen, was ihr auch gelingt, ohne dass sie wirklich weiß, dass sie es tut.
Skander hingegen ist mir am Anfang sehr sympathisch gewesen, doch nach und nach empfand ich ihn als etwas nervig. Ich kann es selbst nicht recht begründen weshalb. Vielleicht, weil er sehr interessiert an Emma ist und ich wohl eher Gabriel an ihrer Seite sehe.

Und das ist das Stichwort: Gabriel. Der gutaussehende, arrogante aber gleichzeitig Charmante College – Typ, der Emma bei der ersten Begegnung umrennt und einfach auf dem Boden liegen lässt. Er wirkt so unnahbar, wütend und gleichzeitig so von sich selbst überzeugt, dass man gar nicht recht weiß, was man von ihm halten soll. Im einen Moment ist er unglaublich lieb und nett und im nächsten möchte man ihm am liebsten den Schädel einschlagen.
Gerade diesen Charakter hat Mona wunderbar hinbekommen. Durch ihre Videos weiß ich, wie sehr sie diesen Bad-Boy in den Geschichten liebt und sie hat selbst einen geschaffen, den sie vergöttern würde, wenn sie das Buch nicht schon selbst geschrieben hätte. Und ich bin ihm ebenso verfallen, wie wahrscheinlich alle Leser.

Die Handlung an sich ist gut dargestellt. Man lernt, gemeinsam mit Emma, nach und nach die neue Umgebung kennen. Gleichzeitig gibt es immer wieder diese Albträume, die das Mädchen nachts kaum schlafen lassen. Am Anfang scheinen es normale Träume zu sein, doch als Leser merkt man schnell, dass viel mehr dahinter steckt, als man zuerst gedacht hat.
Der Fortgang und die Entwicklung ist rasant und sehr aufschlussreich. Die fantastischen Elemente die Mona eingebaut hat, sind sehr passend, wenn auch ein klein wenig vorhersehbar. Trotzdem habe ich den Spaß am Lesen nicht verloren.
An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass mich dieses Buch an ein anderes Buch erinnert, was mir jedoch kaum dass ich es gedacht hatte, auch schon wieder entfallen war.

Trotzdem hat mir, auch wenn ich die Handlung und Charaktere gut fand, irgendetwas gefehlt. Das i-Tüpfelchen quasi. Ich kann nicht einmal genau sagen was es war, aber etwas hätte noch kommen sollen, das mich noch mehr fesselt. Mich mehr umhaut.
Denn die Lösung und letztendlich das Finale, war mir schon einige Kapitel bevor ich dort angekommen bin klar. Ich wusste, was passieren würde, weshalb ich nicht sonderlich geschockt war, dass es dann tatsächlich passiert ist. Das hat mir ein klein wenig die Spannung genommen, was ich etwas schade gefunden habe, denn das Finale ist natürlich gut geschrieben allerdings war mir, durch meine Vorahnung, alles vorweg genommen. Denn es ist keine Überraschung mehr für mich gewesen, wie sich das Ende gestalten würde.

Alles in allem ist das Buch jedoch für ein Debüt wirklich gut gelungen und ich bin sehr froh, es gelesen zu haben.

fazitTrotz kleiner Schwächen und dem vorhersehbaren Ende hat mich das Buch überzeugen können. Die Charaktere und die Handlung sind schön ausgearbeitet und der Schreibstil ist flüssig. Auch die Handlungen der einzelnen Charaktere sind nachvollziehbar und durch Witz, Humor, Charme und Spannung hat Mona es geschafft mich in ihre Geschichte hineinzuziehen.
4 / 5 Sterne für Schattentraum – Hinter der Finsternis.

4-Sterne

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