Die Seiten der Welt | Kai Meyer

die seiten der welt

Titel: Die Seiten der Welt
Autor: Kai Meyer
Format: Gebundene Ausgabe
Preis: 19,99 €
Seitenzahl: 560
Verlag: FISCHER FJB
Bei Amazon:
Gebundene Ausgabe: 19,99 €
Kindle Edition: 17,99 €

rezis

Furia Salamandra Fearfax lebt in einer Welt voller Bücher.
Abgeschieden und weit entfernt von anderen Menschen lebt die 15jährige Furia gemeinsam mit ihrem Vater, Bruder und drei Angestellten in einem riesigen Landsitz. Innerhalb des alten Gemäuers gibt es eine unendliche Bibliothek und in dieser Bibliothek sucht Furia nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Gemeinsam mit diesem Buch will sie die Magie der Worte entfesseln.
Was Furia allerdings nicht weiß: sie schwebt in tödlicher Gefahr. Ihrer gesamten Familie lauern mächtige Feinde auf die ihnen nach dem Leben trachten.
Und schneller als Furia es begreifen kann beginnt der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung nimmt ihren Lauf.

rezisDie Seiten der Welt ist mein erstes Kai Meyer Buch und ich weiß schon jetzt, dass es nicht mein Letztes sein wird. Ich habe sehr lange auf dieses Buch hier gewartet und kaum konnte man es vorbestellen, habe ich es auch getan. Ich konnte es einfach nicht erwarten es in meinen Händen zu halten. Genau ein solches Buch habe ich mir immer gewünscht. Ein Buch über Bücher und über eine Welt der Bücher, die meine Vorstellungen weit übersteigen aber gleichzeitig genau das ist, was sich jeder Buchfan wie ich insgeheim wünscht.
Leider muss ich sagen, dass ich nach den ersten 100 bis 150 Seiten etwas enttäuscht war. Die Geschichte beginnt für mich irgendwie recht langsam und zunächst etwas langweilig. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich viel erwartet habe und meine Erwartungen nun nicht sofort erfüllt wurden.
Furia als Protagonistin ist mir sofort sympathisch gewesen. Sie liebt das Lesen, die Macht der Bücher und die Welten, in die man durch das Lesen tauchen kann. Und sie wartet darauf, ihr Seelenbuch zu finden.
Für einen Bibliomanten, wie Furia eine ist, ist es das Wichtigste sein Seelenbuch zu bekommen. Denn wenn man dieses hat, kann man die Macht, die in jedem Bibliomant schlummert wirklich entfesseln. Gemeinsam mit seinem Seelenbuch kann ein Bibliomant unglaubliches leisten und wie Furias Vater will sie selbst auch endlich all ihre Kräfte entdecken, testen und auch schulen.
Doch ihr Seelenbuch hat noch nicht zu ihr gefunden und deshalb sucht sie unermüdlich danach. Auch wenn Furia weiß, dass nur ihr Seelenbuch selbst sie erwählt. Nicht andersherum.
Furias Vater Tiberius versucht derweil die Entschreibung, die Vernichtung aller Bücher, aufzuhalten, indem er alle leeren Bücher die dafür verantwortlich sind findet und zerstört. Auf diese Reisen nimmt er Furia immer häufiger mit, um ihr zu zeigen wie sie diese Bücher aufspürt und zerstört.
Nach einem schlimmen Unfall ist Furia ganz allein auf sich gestellt. Sie reist in die Stadt der Bücher – Libropolis. Und erst als sie dort eintrifft beginnt das Abenteuer richtig.
Sie trifft auf Machthaber der Bibliomantik, Feinde von denen sie nichts wusste und unerwartete Freunde, die mit ihr gemeinsam versuchen ihre Welt und ihr Leben zu retten.
Neben Furia finde ich auch Pip, ihr kleiner Bruder, als Charakter sehr interessant. Er ist nicht wie Furia und ihr Vater ein Bibliomant, sondern einfach ein ganz normales Kind, das von der Welt der Bibliomanten weiß. Dadurch, dass er eben keine Fähigkeiten hat, fällt es vor allem Tiberius schwer sich mit dem Jungen zu beschäftigen und er wird in diesem großen und einsamen Haus vernachlässigt. Es hätte mich sehr gefreut wenn man etwas mehr Einblicke in die Welt von Pip bekommen hätte auch wenn mir wohl bewusst ist, dass dies wohl den Rahmen des Buches gesprengt hätte.
Auch die Geheimnisse rund um den Chauffeur Sunderland hätte ich gerne gelöst gehabt, denn er ist für mich völlig undurchdringbar gewesen und ich konnte mich nicht entscheiden ob ich ihn mögen oder nicht mögen soll.
Und dann sind da natürlich Cat und Finnian. Die beiden habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Ihre Beweggründe und Entscheidungen konnte ich immer nachvollziehen und habe mich ihnen sehr verbunden gefühlt. Aber vor allem Cat. Sie ist ganz allein in dieser großen Stadt voller Bibliomantik und hat selbst kein Talent dazu. Sie kämpft sich durchs Leben und hat trotzdem nie den Mut verloren oder aufgehört an das zu glauben, für das sie eintritt.
Gegen Ende des Buches nimmt alles ungeahnte Ausmaße an und ich bin unfassbar begeistert von den letzten 200 Seiten. Es geschieht so viel auf einmal, dass man es kaum fassen kann. Ich darf nicht vergessen zu erwähnen, dass ich einen weiteren Lieblingscharakter habe, der beinahe sogar Furia überschattet, den ich jedoch hier in dieser Rezension nicht nennen kann, denn das wäre wohl ein ziemlich grober Spoiler. Daher: ihr werdet es selbst herausfinden müssen.
In jedem Fall haben die letzten 200 Seiten das Buch für mich gerettet und ich bin jetzt doch noch froh, dass ich es gelesen habe und dieses Abenteuer gemeinsam mit Furia bestritten habe. Kai Meyer hat es geschafft, mich mit einem einfachen letzten Satz in Tränen ausbrechen zu lassen und das ist für mich irgendwie unglaublich, denn normalerweise bin ich am Ende eines Buches schon wieder fertig mit weinen.
Es lohnt sich aufjedenfall für alle, die etwas Geduld haben aber dann doch Action, Spannung und vor allem die wundervollen Fantasy-Elemente rund um die Welt der Bücher lieben.

fazitZu Beginn etwas langatmig gegen Ende jedoch grandios und wunderschön. Es gibt 4 / 5 Sterne für Die Seiten der Welt.

4-Sterne

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